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  • 15.11.2013, 09:06 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Baulandprogramm der Stadt

6.380 neue Wohnungen in Münster bis 2020

Nicht kleckern, sondern klotzen. Wegen der dramatischen Wohnungsnot in Münster hat die Stadtverwaltung jetzt ein „Baulandprogramm 2013 – 2020“ erarbeitet, das in der Ratssitzung am 11. Dezember verabschiedet werden soll.

Nach dem vorliegenden Konzept sollen in Münster bis zum Ende des Jahrzehnts baureife Grundstücke für 6380 Wohnungen an 51 Standorten zur Verfügung stehen. Hier die größten Einzelposten:

  • 1.140 Wohnungen in den neu zu überplanenden Bereichen der York-Kaserne in Gremmendorf (ab 2017), weitere 260 Wohnungen in den Bestandsgebäuden der Kaserne (ab 2016).
  • 800 Wohnungen auf dem Gelände der Oxford-Kaserne (ab 2018).
  • 400 Wohnungen im Bereich des heutigen Osmo-Geländes am Stadthafen (ab 2016).
  • 250 Wohnungen im Bereich Meckmannweg/Schwarzer Kamp in Mecklenbeck (ab 2018).
  • Jeweils 200 Wohnungen sollen an folgenden Standorten entstehen: ehemaliges Winkhaus-Gelände am Bohlweg (ab 2016), ehemaliges TÜV-Gelände an der Steinfurter Straße (ab 2016), Parkplatz an der Martinistraße (ab 2017) sowie am Pfarrer-Ensink-Weg in Hiltrup (ab 2018).

Vorerst stehen ganz überwiegend kleinere Flächen zur Bebauung zur Verfügung: 57 Wohneinheiten könnten sofort in Mecklenbeck-Mitte gebaut werden, 56 in Sprakel-West, 55 in Wolbeck-Nord. Darüber hinaus hat die Stadt auch den geplanten Wohnkomplex an der Ecke Hüfferstraße/Ring mit 160 Wohnungen in die Statistik eingestellt.

Der Druck, neue Wohnungen zu schaffen, ergibt sich aus dem anhaltenden Zuzug nach Münster. Hätte die Stadt nicht die Chance, die von den Briten geräumten Militärflächen zu überplanen, würde sich ein geradezu dramatischer Engpass ergeben.

Die freigezogenen Briten-Wohnungen, verteilt auf 18 Wohnstandorte in Münster, bieten nach den vorliegenden Planungen Platz für rund 800 Wohnungen. Die bisherigen Verkäufe der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) haben aber bereits gezeigt, dass Schnäppchen nicht an den Markt kommen.

Parallel zu dem Baulandkonzept will der Rat in der Dezembersitzung auch über das „kommunale Handlungskonzept Wohnen“ beraten. Darin wird unter anderem vorgeschlagen, pro Jahr rund 300 Sozialwohnungen an den Markt zu bringen.

(Klaus Baumeister)


 


 

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