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  • 15.07.2013, 10:04 Uhr
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  • Münster
Bauliche Erweiterung

Hiltruper Landwirtschaftsverlag investiert sechs Millionen Euro

Der Landwirtschaftsverlag setzt weiter auf Expansion. Für sechs Millionen Euro wird daher ein neues Bürogebäude am Standort Hülsebrockstraße errichtet. Auf fünf Etagen wird Raum für 90 bis 100 Arbeitsplätze geschaffen.

Einen kleinen Nachteil hat das Bauvorhaben jedoch: Es wird weder von der Hülsebrockstraße noch vom Osttor aus sichtbar sein.

Wenn man so will, betreibt der Verlag, in dem die erfolgreiche Zeitschrift „Landlust“ erscheint, eine Nachverdichtung auf dem eigenen Firmengelände. Platz wird durch den Abriss zweier eingeschossiger Gebäude geschaffen, die bis vor zwei Jahren von der damals hauseigenen Druckerei genutzt wurden. Von dem Druckgeschäft hat sich der Verlag getrennt. „Vergleichsweise spät“, wie Bernhard Hessling, der kaufmännische Leiter des Verlags, mit Blick auf die Trends in der Branche meint: „Druckereien gehören nicht mehr zum Kerngeschäft von Verlagen.“

Diesen Raum für Neues hat der Verlag seit zwei Jahren für den Logistikbereich genutzt. Nun steht der Abriss unmittelbar bevor. Nach den Plänen des Büros Peter Bastian Architekten soll bereits ab Oktober ein modernes Bürogebäude entstehen, das sich durch variable Funktionalität und vor allem durch große Transparenz von innen wie von außen auszeichnet. Lange und enge Flure wird es auch nicht geben. Stattdessen sind Aufenthaltsbereiche wie Sitzecken, kleine Teeküchen oder auch zentrale Technikeinheiten im Mittelteil vorgesehen.

Das neue Gebäude wird mit dem Neubau aus dem Jahre 2007, dem Verlagsgebäude II, über einen zweigeschossigen Durchgang verbunden. Eine ähnliche Konstruktion gibt es im Bereich Hülsebrockstraße zwischen den bereits bestehenden Gebäudeteilen. Bei der Außengestaltung werden Baumaterialien und Farbtöne des Verlagshauses II aufgegriffen, um einen optischen Übergang zum Verlagshaus I mit seinem roten Klinker zu schaffen.

„Wir haben die feste Absicht, weiter zu wachsen“

Als „zwingende Notwendigkeit“ bezeichnet Bernhard Hessling die vorgesehene Erweiterung. Bereits heute kann der international tätige Verlag, der mehr als 20 Fachzeitschriften herausgibt, seine 500 Mitarbeiter nicht allein am Standort Hülsebrockstraße unterbringen. Ausgelagerte Büroräumlichkeiten gibt es an der Bodelschwinghstraße, An der Gräfte sowie an der Kastanienallee. „Wir haben die feste Absicht, weiter zu wachsen“, erklärt Hessling. „Insofern ist unsere Investition Vorsorge für die nächsten Jahre.“

Von außerhalb des Verlagsgeländes wird der Neubau allerdings kaum sichtbar sein. Trotz der fünf Geschosse wird er nicht so hoch in die Höhe ragen wie der Klinkerbau mit seinen ausgebauten Dachgeschosses. „Wir können damit leider keinen Beitrag zur städtebaulichen Verschönerung leisten“, meint Susanne Stärkert bedauernd, die im Verlag für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Im Herbst 2014 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

(Michael Grottendieck)


 


 

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