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  • 27.06.2013, 13:00 Uhr
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  • Münster
Bauvorhaben

Neubau des Paul-Gerhardt-Hauses

Das Quartier rund um die Erlöserkirche wird sich verändern. Das baufällige Paul-Gerhardt-Haus soll abgerissen werden, dafür entsteht auf dem heutigen Parkplatz ein Neubau.

Aber auch am alten Standort wird neu gebaut, dort werden verschiedene Einrichtungen der evangelischen Kirche ihren Platz finden. In diesem Zuge soll die Eisenbahnstraße verbreitert werden, dafür wird die Friedrichstraße überflüssig sein.

Münsters Altstadt bekommt ein „Osttor“. So jedenfalls beschrieb der SPD-Ratsherr Thomas Fastermann bei einem Pressegespräch am Mittwoch das Konzept, über dem Vertreter der NRW.Bank, der evangelischen Erlöserkirchengemeinde, der Stadtverwaltung und des Rates jahrelang gebrütet haben.

Offenbar mit Erfolg, denn in der Ratssitzung am 10. Juli soll eine „Quartierentwicklung“ für den Bereich Eisenbahnstraße und Friedrichstraße festgezurrt werden, bei der praktisch kein Stein auf dem anderen bleibt – abgesehen von der Erlöserkirche, die mittendrin liegt. Stadtdirektor Hartwig Schultheiß sprach von einem „städtebaulichen Schub“ für das Quartier. Er sei der evangelischen Kirche dankbar, den Anstoß für die Veränderungen gegeben zu haben.

Hier die Eckpunkte: Das baufällige Paul-Gerhardt-Haus, das unter anderem die evangelische Familienbildungsstätte und einen Jugendtreff beherbergt, wird abgerissen und zieht um in einen Neubau auf dem heutigen Parkplatz an der Ecke Wolbecker Straße/Eisenbahnstraße. Der Parkplatz fällt weg.

Am Standort des alten Paul-Gerhardt-Hauses entsteht ein neues Gebäude, das verschiedene Einrichtungen der evangelischen Kirche, so die Diakonie und die Polizeiseelsorge, aufnimmt. Überdies soll hier Platz für Büros sein. Da dieser Neubau etwas von der Eisenbahnstraße abrückt, kann die Eisenbahnstraße um eine Spur verbreitert werden und macht damit die parallel verlaufende Friedrichstraße für den Durchgangsverkehr „überflüssig“.

Derzeit ist es nämlich so, dass sämtliche Rechtsabbieger, die von der Eisenbahnstraße zur Warendorfer Straße oder zur Piusallee wollen, die Friedrichstraße benutzen müssen. Nach der Umgestaltung des Quartiers kann sie zur reinen Anliegerstraße werden, womit die aktuelle Lage von Paul-Gerhardt-Haus und Erlöserkirche inmitten einer „Verkehrsinsel“ Geschichte wäre.

Der letzte Baustein in dem umfassenden Konzept: Unter dem Kirchen-Neubau am Standort des jetzigen Paul-Gerhardt-Hauses entsteht eine Tiefgarage mit 150 Stellplätzen. Dafür entfällt der Parkplatz nebenan. Er wird als Freifläche neu gestaltet, um der benachbarten NRW.Bank zu einem „adäquaten Vorplatz“ zu verhelfen, wie es in der Auslobung für einen Architektenwettbewerb heißt.

Aus den Ratsunterlagen geht hervor, dass dieser Architektenwettbewerb der nächste Schritt in dem Verfahren ist. Die evangelische Kirche möchte für beide Neubauten einen einheitlichen Wettbewerb ausloben.

Da die trennende Friedrichstraße wegfällt, werden Erlöserkirche und die beiden benachbarten Neubauten künftig auf einer zusammenhängenden Parzelle liegen.

(Redaktion)


 


 

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