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  • 09.02.2015, 08:53 Uhr
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  • Münster / Hiltrup
Bebauungsplan-Änderung gefordert

Neue Debatte über das alte Rockwool-Areal?

Kann das Wohngebiet am Hiltruper Bogen zu einem Hebel werden, um über die Zukunft des Rockwool-Areals und der umliegenden Flächen zwischen Bahnlinie und Kanal nachzudenken? Handlungsbedarf sei vorhanden, meinen die Sozialdemokraten.

Denn rein theoretisch könnte Rockwool dort jederzeit problemlos die Produktion wieder aufnehmen, die seit Sommer 2002 ruht. Vor einigen Jahren geisterte die Vorstellung durch Hiltrup, bei einem Verkauf der Hallen könnten dort Hähnchen-Mastställe errichtet werden.

Schon damals wurde die Forderung laut, den Bebauungsplan zu ändern, damit industrielle Nutzung in einem Zentrumsbereich von Hiltrup künftig ausgeschlossen wird. Auch wurde über Wohnbebauung nachgedacht, über die Ansiedlung von Handwerkerbetrieben und über den Bau eines Jachthafens in Hiltrup.

„Oberflächlicher Aktionismus“

Doch passiert ist nicht viel. „Oberflächlicher Aktionismus“, meint SPD-Fraktionschef Hermann Geusendam-Wode. Über den Umweg der Wohnbebauung auf der östlichen Kanalseite am Hiltruper Bogen könnten die Flächen erneut in den Blick geraten. Denn der Abstand dieses Baugebietes zu Rockwool und zum Recycling-Unternehmen BLR ist deutlich geringer als zur BASF.

„Es wäre spannend, wenn sich hier etwas bewegt“, meinen die Hiltruper Sozialdemokraten. Denn ernsthaft sei bislang niemand in Münster in diese Thematik eingestiegen. Es wurde sogar unterlassen, nach Konversionsprogrammen für alte Industrieflächen Ausschau zu halten, um auf diese Art und Weise nötige Gelder zu akquirieren.

(Michael Grottendieck, WN)


 


 

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