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  • 30.06.2015, 14:35 Uhr
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  • Münster / Köln
Beitragssenkung der BG ETEM

Sinkende Unfallzahlen entlasten Unternehmen

Rund 58.000 Versicherte der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) erlitten im Jahr 2014 einen Arbeitsunfall. Das entspricht 18,4 Unfällen je 1.000 Vollarbeiter. Damit sank die Unfallhäufigkeit in den Mitgliedsunternehmen der BG ETEM im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent.

Auch die Unfälle auf dem Arbeitsweg sind rückläufig. Ihre Zahl lag bei 12.625 und damit 4,9 Prozent niedriger als im Vorjahr.

"Weniger Unfälle im Betrieb und auf dem Arbeitsweg bedeuten weniger menschliches Leid, aber auch weniger Kosten für die Unternehmen" freut sich Olaf Petermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG ETEM. Petermann verweist dabei vor allem auf die Kosten für Lohnfortzahlung, Heilbehandlung sowie mögliche Renten. "Guter Arbeitsschutz ist das beste Kostensenkungsprogramm", stellt Petermann deshalb fest.

Wenig Veränderung registrierte die BG ETEM bei den Berufskrankheiten. Die Anzahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit sank im Jahr 2014 erneut um rund 1 Prozent. Der Verdacht bestätigte sich in 1.308 Fällen und damit in rund der Hälfte der Fälle.

Betriebe zahlen weniger

Der durchschnittliche Beitrag der Mitgliedsbetriebe der BG ETEM für das Umlagejahr 2014 sank auf 0,81 EUR pro 100 Euro Lohnsumme. Das sind knapp 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit der Fusion zur BG ETEM im Jahr 2010 ist der Durchschnittsbeitrag für die BG-Eigenumlage kontinuierlich gesunken. Im ersten Fusionsjahr waren durchschnittlich noch 0,92 Euro je 100 Euro zu zahlen.

Die Ausgaben der BG ETEM beliefen sich im Jahr 2014 auf rund 1,3 Milliarden Euro. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent. Mit gut 820 Millionen Euro entfiel der Löwenanteil der Ausgaben auf die medizinische Betreuung von Verletzten und Erkrankten sowie deren finanzielle Absicherung, zum Beispiel durch Renten. Weitere 91 Millionen Euro wurden im Jahr 2014 in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz investiert. Nur etwa 5 Prozent der Ausgaben entfielen auf Verwaltungskosten.

(Redaktion)


 


 

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