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  • 02.03.2015, 09:52 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Steinfurt
Bella Italia in Holz

Technische Schulen Steinfurt organisieren einen Testlauf für die Gesellenprüfung

Auf den Spuren italienischer Möbeldesigner wandelten nun die Tischler-Auszubildenden der Mittelstufe an den Technischen Schulen in Steinfurt. Unter dem Motto „Bella Italia“ fertigten sie Einzelmöbelstücke aus Holz. Mit der Projektarbeit für die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres organisieren die Technischen Schulen Steinfurt jedes Jahr eine Art Testlauf für die Gesellenprüfung.

In dieser Woche präsentierten die angehenden Tischler ihren Mitschülern, Lehrern und Vertretern der Tischler-Innung Steinfurt die Ergebnisse ihrer Projektarbeit. Zu sehen gab es italienische Lebensart in Holz.

Neben ausgeprägtem Stilbewusstsein und einer guten handwerklichen Ausführung sollten die Kleinmöbel weiteren Ansprüchen genügen: So sollte die Summe der Abmessungen von Länge, Breite und Tiefe des Möbelstücks exakt 1.000 Millimeter betragen und das Möbel musste über ein bewegliches Teil verfügen. Für die Herstellung des Stücks hatten die Auszubildenden bis zu 16 Stunden Zeit. Bevor sie aber Werkstoff und Werkzeug in die Hand nahmen, mussten die Schüler zuvor in einer Projektmappe dokumentieren, was sie genau fertigen möchten und wie das Stück im Detail gearbeitet werden soll.

Mit dem Ergebnis der Projektarbeit war Benedikt Karrasch, Leiter der Abteilung Bau-, Holz- und Gestaltungstechnik an den Technischen Schulen Steinfurt, sehr zufrieden. „Der Gesamteindruck ist wie in jedem Jahr sehr gut“, sagte er während der Präsentation. „In der Gesellenprüfung wäre mindestens ein Drittel der Stücke im Zweier- oder Einserbereich“, befand er. Bewertet wurden die Sauberkeit der Verarbeitung, die Passgenauigkeit der Verbindungen, Maßgenauigkeit, die sachgerechte Verarbeitung der Materialien und der ästhetische Gesamteindruck der Stücke. Die Benotung der Kleinmöbel nahmen die Auszubildenden selbst vor. „Damit sollen die Schüler ein Gefühl für Qualität bekommen“, sagte Benedikt Karrasch.

Bastian Schadwinkel aus Schöppingen überzeugte die Jury mit seinem kleinen Schrank aus Massivholz und Glas. Er sicherte sich den ersten Platz vor den beiden Zweitplatzierten Felix Terbrack aus Münster und Felix Ammermann aus Nienberge. Den dritten Platz belegte Annika Thomaschik aus Hiltrup, die einen kleinen Barschrank hergestellt hatte. Stefan Tombült, Obermeister der Tischler-Innung Steinfurt, gratulierte den Auszubildenden zu deren gelungenem Testlauf für das Gesellenstück. Im Namen der Tischler-Innung Steinfurt prämierte er die besten Stücke. Mit dem Niveau der Arbeiten war er sehr zufrieden. „Für die Auszubildenden ist diese Projektarbeit eine große Herausforderung mit Blick auf die Gesellenprüfung. Sie lernen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit dieser Aufgabe“, befand der Obermeister.

(KH Steinfurt-Warendorf)


 


 

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