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  • 08.07.2013, 11:16 Uhr
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  • Münster/Ibbenbüren
Bezirksregierung Münster

Genehmigung zum Einsatz von Weltmarktkohle im Kraftwerk Ibbenbüren

Mit dem Auslaufen des Zechenbetriebes in Ibbenbüren voraussichtlich 2018 kann das benachbarte Kohlekraftwerk der RWE Generation SE nicht mehr mit der heimischen Anthrazitkohle betrieben werden.

RWE hat sich bereits hierauf vorbereitet und mit mehreren Versuchen den Einsatz von Kohlen anderer Herkunftsländer, sogenannter Weltmarktkohle, im Kraftwerk erfolgreich getestet. Das daraufhin im Sommer 2012 eingeleitete Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz ist am 5. Juli 2013 von der Bezirksregierung Münster positiv beschieden worden.

Da die Weltmarktkohle gegenüber der schwerflüchtigen Anthrazitkohle ein besseres Zündverhalten aufweist, beabsichtigt RWE bereits jetzt schon eine Teilmenge von 150.000 Tonnen pro Jahr an Weltmarktkohle einzusetzen, da die Anlage aufgrund der vorrangigen Einspeisung von Ökostrom flexibler und damit häufiger an- und abgefahren werden muss.

Gleichwohl wurde der Betreiber RWE mit der Genehmigung verpflichtet, gemäß den Anforderungen des Landesentwicklungsplans bis zum Auslaufen der Kohleförderung in Ibbenbüren weiterhin heimische Anthrazitkohle zu verwenden.

Auch bei Einsatz von Weltmarktkohle werden die bisherigen Grenzwerte für das Kraftwerk eingehalten und die erforderlichen technischen Standards gewahrt. Obschon der Transport der Kohle auf öffentlichen Straßen in einem immissionsschutzrechtlichen Verfahren nicht geregelt werden kann, hat sich RWE entsprechend den Zusagen auf dem Erörterungstermin im November bereit erklärt, entsprechende Regelungen im Genehmigungsbescheid zu akzeptieren. Die höhere Verkehrsbelastung soll durch eine spätere Nutzung der Zechenbahn möglichst minimiert werden. Daher ist die volle Ausschöpfung der Genehmigung mit der Auflage geknüpft, dass RWE möglichst kurzfristig und spätestens bis zum Auslaufen des Zechenbetriebes die genehmigungsrechtlichen und technischen Voraussetzungen zur Nutzung der Zechenbahn schafft. Jedoch wird erwartet, dass das Verkehrsaufkommen durch den zukünftigen Wegfall der Bergetransporte der Zeche sich insgesamt nicht wesentlich ändern wird.

Das Ende der Kohleförderung ist ein herber Einschnitt für die regionale Entwicklung im Raum Ibbenbüren. Durch den Einsatz von Weltmarktkohle kann jedoch das Kohlekraftwerk weiterbetrieben werden und so die wirtschaftlichen Auswirkungen begrenzt und ein positiver Akzent für die weitere regionale Entwicklung gesetzt werden.

Der Genehmigungsbescheid liegt ab dem 15. Juli 2013 für 14 Tage bei der Stadtverwaltung Ibbenbüren, der Gemeindeverwaltung Mettingen, der Gemeindeverwaltung Westerkappeln und bei der Bezirksregierung Münster öffentlich aus.

(Redaktion)


 


 

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