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  • 03.12.2015, 12:22 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Blindgänger

Ab 14 Uhr Evakuierung am Dortmund-Ems-Kanal in Münster - Update: Bombe entschärft

Zur Untersuchung und voraussichtlichen Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss am heutigen Donnerstag, 3. Dezember, ab 14 Uhr am Dortmund-Ems-Kanal im Bereich Manfred-von-Richthofen-Straße in einem Umkreis von rund 300 Metern evakuiert werden.

Die Evakuierungszone erstreckt sich westlich des Kanals vom Mauritz-Lindenweg zur Greta-Bünichmann-Straße, im Osten grenzt sie an die Braunsbergstraße, den Merschkamp und den Lohausweg. In diesem Gebiet leben etwa 120 Menschen. Betroffen sind auch das Stadtbad und die Sporthalle Ost und weitere Sportanlagen sowie die Kanalseitenwege. Anwohner können während der Evakuierung eine Betreuungsstelle im Institut der Feuerwehr an der Wolbecker Straße aufsuchen.

In der Evakuierungszone darf sich vorübergehend niemand aufhalten. Sie wird auch für den Verkehr gesperrt. Die Feuerwehr wird mit Fußtrupps und Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen der Häuser und Plätze auffordern. Wer hierzu Hilfe benötigt, meldet sich unter der Notrufnummer 112. Über das Ende des Einsatzes wird mit Lautsprechern, am Info-Telefon der Feuerwehr (0 18 05/70 80 60) und im Stadtportal (www.muenster.de/bombenentschaerfung) informiert.

Voraussichtlich ab 15 Uhr wird die Kampfmittelbeseitigung den Blindgänger, der vier Meter tief im Erdreich liegt, näher inspizieren. Das ist in diesem Fall nicht einfach: Zunächst muss der obere Zünder der Bombe entfernt werden, erst dann kann der Blindgänger vollends freigelegt und untersucht werden.

Update: Bombe entschärft, Evakuierung aufgehoben

Die Weltkriegs-Bombe am Dortmund-Ems-Kanal ist entschärft, die Evakuierungszone wieder aufgehoben. Die 250-Kilogramm-Bombe befand sich beim Leinpfad am Kanal in Höhe der Straße Gallenkamp vier Meter tief in der Erde.

Das Freilegen des Blindgängers war nicht einfach, da beim Ausheben der Grube Wasser und Schlamm eindrangen. Dann musste zunächst ein obenliegender Zünder entfernt werden, damit die Bombe vollständig freigelegt und inspiziert werden konnte. Am Ende ging es dann aber zügig und gegen 16 Uhr konnten die Spezialisten von der Kampfmittelbeseitigung der Bezirksregierung Arnsberg Vollzug melden: amerikanische Fliegerbombe mit zwei Zündern entschärft.

Während der Evakuierung war beim Institut der Feuerwehr eine Betreuungsstelle eingerichtet. Sie wurde von 17 Männern und Frauen aufgesucht. Vier ältere Personen, die auf Unterstützung angewiesen waren, wurden aus der Evakuierungszone gefahren.

In den vergangenen Tagen wurden bereits neun Verdachtsstellen in weniger als zwei Meter Tiefe untersucht. An einer Stelle stieß die Kampfmittelbeseitigung auf Reste einer detonierten Bombe. Sie wurden abtransportiert und entsorgt. Nun steht zunächst noch eine Verdachtsstelle auf der Westseite des Kanals in der Nähe des Stadtbads Ost auf der Liste. Hier liegt der verdächtige Gegenstand wieder zirka vier Meter tief im Erdreich. Die Kampfmittelbeseitigung wird dort im Lauf der kommenden Woche erneut aktiv werden. Anschließend werden im neuen Jahr weitere Verdachtsstellen inspiziert.

Anlass der Untersuchungen sind die Vorbereitungen zur Verbreiterung des Dortmund-Ems-Kanals. Voraussichtlich im Frühjahr 2016 beginnen die Bauarbeiten für die neue Laerer-Landweg-Brücke im Zuge der Manfred-von-Richthofen-Straße.

(Stadt Münster)


 


 

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