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  • 27.06.2014, 11:09 Uhr
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  • Münster
Boeselburg

Bunt wie Bauklötze

Die neue „Boeselburg“, Wohnstätte des Studentenwerks für 535 Studierende am Aasee, ist fertig. Am Donnerstag wurden die vom münsterischen Architekten Rainer Kresing entworfene und vom Land NRW geförderte Passivhaussiedlung mit einem Fest für Gäste und Bewohner eingeweiht.

Für Sophia, Michael und Pius Landreh kam die Fertigstellung der größten Passivhaussiedlung Europas für Studierende gerade zur rechten Zeit. Pius, mit vier Monaten einer der jüngsten Bewohner der neuen Wohnanlage an der Boeselagerstraße, war unterwegs – und seine jungen Eltern, Studenten an der Universität, machten die Erfahrung, wie schwer es ist, wenn junge, werdende Eltern im Studium ohne ansehnliches Gehalt eine Wohnung in Münster suchen.

Jetzt wohnen die Drei in einer 67 Quadratmeter großen Zweizimmer-Wohnung im roten Haus der neuen, bunten Boeselburg, die der 40 Jahre alten, waschbetongrauen Vorgängerin Platz gemacht hat. Am Donnerstagnachmittag wurde der vom münsterischen Architekten Rainer M. Kresing entworfene und vom Studentenwerk errichtete Komplex mit 535 Wohnplätzen eingeweiht. Mit Freibier und Würstchen für Gäste und Bewohner sowie Festreden von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und dem Staatssekretär im NRW-Bauministerium, Michael zur Mühlen.

Vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan

Das Land hat 41 Millionen Euro an Zuschüssen für den Neubau des Komplexes ausgegeben – und das Ergebnis rechtfertigt die Investition, wie beide mit gewissem Stolz feststellten. Vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan: Für Svenja Schulze war die alte Boeselburg eine „ästhetische Zumutung und eine energetische Dreck­schleuder“, die neue „das vollkommene Gegenteil“.

Oberbürgermeister Markus Lewe lobt die Siedlung als „großen Wurf“– und ganz nebenbei erfüllte sich damit für ihn der Kindertraum, dass einst „echte Häuser in den Farben der Legosteine gebaut werden“. Für die Farbgebung der vier in gelb, rot, blau und grün leuchtenden Komplexe des Ensembles hat sich Architekt Kresing auch vom „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel inspirieren lassen. Sein Entwurf soll spielerisch und leicht und fröhlich sein – „und Münsteraner, die die knallbunten Farben nicht mögen, sollen sich nicht ärgern“.

(Karin Völker, WN)


 


 

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