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  • 19.06.2013, 12:16 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Warendorf
Breitbandausbau

Schnelleres Internet auch ohne Zuschuß

Seit Montag steht fest, dass die Telekom Deutschland GmbH in den nächsten drei Jahren in Ahlen im Norden des Industriegebiets Ost und im Olfetal in Ahlen das Netz auf bis zu 50 Mbit steigern will.

Auch das gibt es: Auf die Ausschreibung der Stadtverwaltung zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Industriegebiet Ost und dem Natur- und Gewerbepark Olfetal hat sich ein Anbieter gemeldet, der das Gebiet auch ohne Zuschuss mit schnellem Internet versorgen will. Seit Montag steht fest: Die Telekom Deutschland GmbH wird die etwa zwei Mbit pro Sekunde in den nächsten drei Jahren auf bis zu 50 Mbit steigern.

„Darüber sind wir schon sehr erfreut“, sagt Strukturförderer Lutz Henke wenige Tag nach Ende der Bewerbungsfrist zur „AZ“. Schließlich habe man für das Jahr 2014 eigens Geld in den Haushalt eingeplant, „für den Fall dass“. Dass eben wie in Dolberg (Vorwahlbereich 0 23 88) nur unter der Bedingung ein Anbieter die erforderlichen Leitungen legt und die Technik bereitstellt, dass es Zuschüsse vom Regierungspräsidium und der Stadt gibt.

Offenbar zieht der potenzielle Kundenkreis im ausgeschrieben Bereich: In dem 113 Hektar großen Bereich nördliches IG Ost und Olfetal stehen rund 50 Firmen, die der Stadt auf Anfrage ihren dringenden Bedarf an schnelleren Datenleitungen bekundet hatten. Zudem sind laut Ausschreibungstext „mittelfristig 20 weitere Ansiedlungen geplant“. 83 Prozent der Betriebsleitungen haben auf Anfrage mitgeteilt, dass sie aktuell mit Datentransferraten unter zwei Mbit pro Sekunde auskommen müssen.

In Dolberg hatte die Verwaltung zum Schluss der sogenannten Wirtschaftlichkeitslücke einen Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt und bewilligt bekommen – bis Ende des Jahres soll ja dort die Leistungsfähigkeit der Leitungen auf Standardhöhen gebracht werden.

Damit, dass unter den drei Anbietern für die beiden Gewerbegebiete einer sein würde, der beim Regelausbau des Netzes auf eine Förderung verzichtet, hatte niemand im Rathaus gerechnet.  „Wir hatten zwei Anbieter dabei, für die ein Ausbau mit Förderung in Frage kam. Und eben die Telekom“, so Lutz Henke, der von einem“ „langwierigen Verfahren“ spricht. Es gebe bestimmte Förderkriterien, für das „unterversorgte“ Plangebiet muss eine klare räumliche Festlegung getroffen werden, bevor die jetzt abgeschlossene Markterkundung dann zeigt, ob sich ein Anbieter findet.

(AZ)


 


 

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