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  • 04.11.2015, 16:49 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Brückenschlag in die Zukunft

Unternehmen baut am Nienkamp ein neues Verwaltungsgebäude

Inhaber Jens Röttgering spricht von rund 5000 Quadratmetern, die bisher an kleine Betriebe vermietet waren. Bis Ende des kommenden Jahres möchte Hengst auf dem Grundstück ein zentrales Verwaltungsgebäude mit einem neuen Empfang erstellen. Eine neue Kantine und 80 Parkplätze sind geplant. Außerdem soll ein neuer Campus geschaffen werden. Und es bliebe dort noch Platz, sich irgendwann weiter zu vergrößern.

Der Clou des Neubaus, ohne den Röttgering das Projekt aber gar nicht in Erwägung gezogen hätte, ist eine gläserne Verbindungsbrücke zwischen dem heutigen Verwaltungstrakt und dem Neubau auf der anderem Straßenseite. Sobald der letzte Mieter das Areal zwischen dem Nienkamp und den Gebäuden von RS-Möbel verlassen habe, beginne die Baumaßnahme.

Das Projekt am Nienkamp bedeutet aber nicht, dass Hengst mit einem Schlag zusätzlich am Standort Münster noch viele neue Arbeitsplätze einrichten möchte. Wobei aber immer für die Entwicklungsabteilung gesucht würde. Es gehe ihnen darum, erläutert Jens Röttgering, Vorsitzender des Verwaltungsrates und Chairman of the Board der Hengst-Gruppe, die derzeitige Bürosituation zu entzerren. 50 Arbeitsplätze sollen darum im Neubau mit rund 1800 Quadratmetern Nutzfläche Platz finden.

Ohnehin beschäftigt sich das Unternehmen seit geraumer Zeit mit neuen Strategien. Neben dem Bereich der Filtration für den Automobilbereich ist Hengst auch im After-Sale-Service für alle Marken und alle Produkte unterwegs. Große Aufmerksamkeit schenkt Hengst aber auch der industriellen Filtration. Das Unternehmen arbeitet beispielsweise mit Miele und mit Vorwerk zusammen. Die Strategie von Hengst sieht nach eigenen Angaben eine deutliche Stärke in den „Cleaning- und Entstaubungssystemen“ vor. In diesem Zusammenhang betont Röttgering, dass der Automobilbereich eine anspruchsvolle Branche sei, die durch Kosten und Qualität geprägt werde. Hengst möchte den Umsatzanteil mit innovativen Produkten erhöhen. Das Thema Filtration sei spannend, fügt Röttgering hinzu. Filter gebe es heute überall, angefangen vom kleinen Hörgerät bis zum Auto. „Die großen Trends kommen uns zugute“, fügt er hinzu und spricht von maßgeschneiderten Lösungen für nahezu alle filtrationstechnischen Anwendungen.

Hengst gehört heute nach eigener Einschätzung zu den zehn größten Unternehmen in der Branche, wobei die beiden größten Wettbewerber in Süddeutschland sitzen. Röttgering sieht Wachstumspotenziale in Indien, China und Brasilien. Hengst ist global unterwegs. Wenn das nicht so wäre, sagt der Chef, „dann würde es uns heute nicht mehr geben“. Heute würde niemand mehr seine Produkte rund um die Welt reisen lassen, heute seien Produktionen vor Ort gefragt.

(Redaktion)


 


 

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