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  • 28.11.2014, 07:30 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Buch-Tipp und Verlosung für Gründer

Das Handbuch für Startups - Schritt für Schritt zum erfolgreichen Unternehmen

Die deutsche Fassung des internationalen Bestsellers "The Startup Owner's Manual" ist soeben im O'Reilly Verlag erschienen. Das Buch gilt als Standardwerk für die Startup-Gründung an US-amerikanischen Hochschulen. Es bietet unter anderem ein Schritt-für-Schritt-Vorgehensmodell sowie über 40 Checklisten für alle Projektphasen der Gründung. Dabei werden sowohl physische als auch digitale Märkte berücksichtigt und deutsche Fallbeispiele beschrieben.

Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer stehen vor vielen Fragen. Der Weg von der Idee über die Gründung eines Startups hin zum erfolgreichen Unternehmen kann sehr lang werden und über viele, auch teure Irrwege führen. Dass am Ende des Weges tatsächlich ein gut funktionierendes Geschäft steht, das hoffen und wünschen sich viele Jung-Gründer - doch Hoffen und Wünschen allein reicht nicht. Und dann scheitert es nicht an mangelndem Enthusiasmus, sondern am fehlenden "Gewusst-wie".

Als Standardwerk für die Startup -Gründung gilt an US-amerikanischen Hochschulen das jetzt in deutscher Übersetzung vorliegende "Startup Owner's Manual" von Steve Blank und Bob Dorf. Das "Handbuch für Startups", wie es in der deutschen Übersetzung betitelt ist, versteht sich als Nachschlagewerk und praxisorientierter Begleiter für Gründerinnen und Gründer. Die deutsche Version des Handbuchs wurde fachlich von Prof. Dr. Nils Högsdal (Hochschule der Medien, Stuttgart) und Entrepreneur Daniel Bartel unterstützt. Sie lieferten auch das deutsche Vorwort und sieben Fallstudien aus dem deutschsprachigen Raum.

Agiles Modell statt starrer Businesspläne

Die Autoren sehen Startups als eine flexible Übergangs-Organisation auf der Suche nach einem tragfähigen Geschäftsmodell - und nicht als Mini-Ausgabe eines bereits etablierten Unternehmens. Das Entwickeln tragfähiger Geschäftsmodelle aus innovativen Ideen soll durch die Verbindung verschiedener Ansätze und Techniken gelingen: Customer Development, Design Thinking, Lean-Ansatz und (Rapid) Prototyping werden dabei zu einem umfassenden Verfahrensmodell zusammengefasst.

Im Unterschied zum klassischen Vorgehen basiert der Lean-Ansatz nicht auf einem starren Businessplan, sondern auf einem agilen Modell, das neuen Gegebenheiten, Erkenntnissen und Erfahrungen dynamisch angepasst wird. Alle Planungsbestandteile werden zunächst als zu überprüfende Hypothesen aufgestellt und im Austausch mit potenziellen Kunden geprüft. Erst wenn nachhaltige Verkäufe möglich sind, geht es von der Suchphase an die Umsetzung und Weiterentwicklung des Geschäftsmodells.

Durch dieses Vorgehen werden Fehlannahmen und Irrtümer deutlich frühzeitiger erkannt und können schneller korrigiert werden, was die Erfolgsaussichten für das junge Unternehmen deutlich steigert. Denn die oft genannte fehlende Liquidität eines Startups ist meist nicht die Ursache von Problemen, sondern als ein Symptom zu sehen. Denn auch die innovativste Idee hat keine Aussicht auf nachhaltige Umsatzströme, wenn sie kein (echtes) Problem identifizierbarer (und identifizierter) Kunden löst.

Zugegeben, das klingt alles sehr wissenschaftlich - und das Buch ist keine leichte Bettlektüre. Aber ein erfolgreiches Geschäft auf die Beine zu stellen, braucht Wissen - und das will erarbeitet werden. Entweder auf die harte Tour des Scheiterns in der Praxis oder durch rechtzeitige Lektüre dieses Handbuchs. Das ist zwar keine Erfolgsgarantie, aber hilft, einige der möglichen Fehler frühzeitig zu erkennen und zu umschiffen.


 


 

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