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  • 06.03.2013, 09:49 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Büro und Kommunikation

Kommunikation gewinnt an Bedeutung

Wie verändert sich Büroarbeit? Wie entwickeln sich die Arbeitsplätze? Selten war in den Medien so viel über den Arbeitsort Büro zu lesen wie derzeit. Häufiger Anlass sind neue Einrichtungs- und Arbeitskonzepte großer Unternehmen.

Oft steht dabei der Verzicht auf persönlich zugewiesene Arbeitsplätze und die Einrichtung non-territorialer Arbeitsplätze im Fokus der Auseinandersetzung. Andere Veränderungen springen dagegen weniger ins Auge. Dabei vollziehe sich derzeit ein deutlicher Wandel, erklärt der Branchenverband Büro-, Sitz- und Objektmöbel (bso) und bezieht sich dabei auf eine Umfrage unter 601 Unternehmen zu aktuellen Entwicklungen, zum Einsatz von Kommunikationsinstrumenten und zu Veränderungen der Büroarbeitsplätze.

In drei Viertel aller Unternehmen ist der Anteil der Kommunikation an der Arbeitszeit demnach im Laufe der letzten Jahre „spürbar gestiegen“.

Durchschnittlich entfallen in Betrieben ab zehn Mitarbeitern 46 Prozent der Arbeitszeit auf interne und externe Kommunikation. Für ein Drittel der Beschäftigten im Bürobereich besteht der Arbeitsalltag laut der Umfrage sogar weitgehend aus kommunikativen Tätigkeiten. Damit einher gehe eine Veränderung des Stellenwerts der Kommunikation. Die meisten Arbeitgeber förderten inzwischen gezielt die Eigeninitiative und den informellen Austausch ihrer Mitarbeiter, berichtet der Verband.

Anteil der Projektarbeit steigt

Organisatorisch besonders anspruchsvoll ist ein anderer Aspekt moderner Wissensarbeit. 61,1 Prozent der befragten Betriebe berichten, dass aufgrund der höheren Komplexität der Aufgaben der Anteil der Projektarbeit deutlich gestiegen sei.

Durchschnittlich entfallen derzeit 35 Prozent der Arbeitszeit auf die Bearbeitung von Projekten. In Unternehmen mit mehr als 200 Büroarbeitsplätzen sind schon 47,7 Prozent aller Beschäftigten während mehr als der Hälfte ihrer Arbeitsstunden mit komplexen Aufgaben beschäftigt.

In den meisten Fällen werden Projekte in speziell zusammengestellten Teams bearbeitet, besetzt mit Mitarbeitern aus mehreren Abteilungen und verstärkt durch externe Spezialisten. Wissen muss dann für alle Beteiligten und ohne Zeitverlust verfügbar sein.

Soziale Medien und Web 2.0 als neue Dialoginstrumente

Zukunftsforscher und Arbeitsexperten prophezeien vor diesem Hintergrund ein Vordringen Sozialer Medien in die Intranets der Unternehmen. Dialoginstrumente aus dem Web 2.0 können auch für die interne Zusammenarbeit genutzt werden.

Erprobt werden jedoch nicht nur neue Technologien, sondern auch neue Konzepte der Arbeitsplatzgestaltung. Schon seit einigen Jahren gehören neben den klassischen Besprechungs- und Konferenzräumen Orte zur schnellen Abstimmung in kleinen Gruppen, die sogenannten Kommunikationszonen, zum Standard moderner Büroeinrichtungen.

Wie bei der Nutzung der Sozialen Medien waren auch hier die Großunternehmen Vorreiter. Inzwischen haben auch viele kleine und mittlere Betriebe solche Bereiche eingerichtet.

(Redaktion)


 


 

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