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  • 09.12.2014, 14:38 Uhr
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  • Münster / Hamburg
Bundesverfassungsgericht

Steuerfreiheit bei Unternehmensnachfolge vor dem Aus?

Das Bundesverfassungsgericht wird am 17. Dezember entscheiden, ob die derzeit bestehenden Vorteile bei der Vererbung und Verschenkung von unternehmerischem Vermögen verfassungswidrig sind. Für Familienunternehmer kann ein entsprechendes Urteil weitreichende Folgen haben.

"Sollte das Gericht eine Verfassungswidrigkeit feststellen, entfiele unter Umständen bereits mit dem Urteil oder ab der Vorlage eines entsprechenden neuen Gesetzentwurfs der Vertrauensschutz und mithin die Möglichkeit, unternehmerisches Vermögen legal ohne jede Schenkungsteuerbelastung auf die Kinder zu übertragen. In diesem Fall bestünde unmittelbarer akuter Handlungsbedarf für alle Unternehmer, deren Unternehmen einen Verkehrswert von mehr als 667.000 Euro hat", so der Experte für Erbschaftsteuer Dr. Hellmut Götz von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Denn die bei einem künftigen Erbgang oder einer Schenkung anfallende Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer würde dramatisch ansteigen.

Heute kann ein Unternehmen - gleichgültig ob es einen Wert von 1 Mio. Euro oder 100 Mio. Euro hat - noch völlig steuerfrei übertragen werden. Voraussetzung ist nur, dass der Beschenkte/Erbe in den folgenden sieben Jahren bestimmte Kriterien beachtet. Dies wird danach nicht mehr möglich sein. Und die Möglichkeit der Stundung der Erbschaft- oder Schenkungsteuer würde dem Betroffenen kaum weiterhelfen, da das Finanzamt hierfür 6 % Zinsen pro Jahr berechnet. In heutiger Zeit ein völlig unangemessener und unattraktiver Zinssatz.

"Familienunternehmer sollten für ein entsprechendes Urteil gewappnet sein und im Fall der Fälle rasch handeln", betont Götz.

(ots / BDO AG)


 


 

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