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  • 18.07.2013, 09:22 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Creditreform-Risiko-Indikator

Münsterland ist sicherer Wirtschaftsstandort für Unternehmen

Gläubiger gehen im Münsterland nur ein geringes Risiko ein. Der Anteil der Insolvenzen im Verhältnis zur Gesamtzahl der Unternehmen liegt nach Angaben der münsterischen Auskunftei Creditreform weit unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt.

Verena Riegel, Geschäftsführerin der Creditreform Münster, sprach am Mittwoch bei der Vorstellung einer Analyse für die Region von „fast bayerischen Verhältnissen“. Der sogenannte „Creditreform-Risiko-Indikator“ (CRI), der die Zahl die Kreditausfälle zur Gesamtzahl der Betriebe in einer Region ins Verhältnis setzt, liegt im Münsterland lediglich bei 1,88 Prozent, 1.449 Ausfällen wegen Insolvenz oder eidesstattlicher Versicherung stand 2012 ein Bestand von 77.027 Unternehmen gegenüber. Die bundesweite Quote liegt bei 2,06 - der NRW-Wert sogar bei 2,35 Prozent. Riegel: „Das Münsterland bestätigt somit erneut seine Vorzeigerolle als sicherer Wirtschaftsstandort für Unternehmen.“

Kreis Borken liegt vor Münster und Warendorf

Gläubigerfreundlichster Kreis im Münsterland ist der Kreis Borken (1,74 Prozent), der die Stadt Münster (1,77 Prozent) von der Spitzenposition verdrängte. Die Borkener Quote sank um 0,28 Prozentpunkte. Auch der Kreis Warendorf fällt mit einem CRI von 1,82 noch in die Creditreform-Kategorie „Geringes Ausfallrisiko“. Ein „mittleres Ausfallrisiko“ tragen die Kreditgeber in den Kreisen Steinfurt (2,04) und Coesfeld (2,10). Seit 2009 seien die Insolvenzrisiken damit rückläufig, betonte Riegel.

Starke Branchen-Unterschiede

Zwischen den einzelnen Branchen unterscheiden sich die Gläubigerrisiken stark. Mit 4,18 Prozent sind die Kreditausfälle im Gastgewerbe des Münsterlands am höchsten. Auch in der Logistik gibt es überdurchschnittlich viele Pleiten (3,85 Prozent). Ganz anders ist die Lage in der Land- und Forstwirtschaft, wo im vergangenen Jahr nur 0,7 Prozent der Firmen Insolvenz beantragten. Grundsätzlich gelte im Münsterland wie in Deutschland insgesamt, dass die Pleitewahrscheinlichkeit mit wachsenden Umsätzen schrumpfe, erklärte die Creditreform-Geschäftsführerin.

Entspannung an der Insolvenzfront

Für das laufende Jahr 2013 erwartet Riegel eine anhaltende Entspannung an der Insolvenzfront:. „Es ist ein weiterer geringfügiger Rückgang bei den Unternehmensausfällen zu erwarten.“ Allerdings mache die nicht vorhersehbare wirtschaftliche Entwicklung Europas die Prognose unsicher.

(Jürgen Stilling)


 


 

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