Weitere Artikel
  • 22.04.2015, 09:21 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Dämmwahn dämmt Investitionsbereitschaft

Immobilienfrauen diskutierten über Wohnen der Zukunft

Vorschriften, Dämmwahn, Bürgerbeteiligung, Barrierefreiheit, Mieterverhalten und das Bereitstellen von Wohnraum waren Themen, mit denen sich am Montagabend der Regionalverband der Frauen in der Immobilienwirtschaft beschäftigte. Diskutiert wurde unter Leitung von Architektin Andrea Piehl über „Wohnen der Zukunft“.

Dirk Salewski war überzeugt: „Das Einzige, was gegen die Preisschraube in Münster hilft, ist eine massive Ausweisung von Bauland.“ Der geschäftsführende Gesellschafter der Beta Eigenheim- und Grundstücksverwertungsgesellschaft aus Bergkamen würde selbst gerne in Münster bauen, sagt er, aber seine wirtschaftliche Vernunft habe ihn bei den Preisen bisher davon abgehalten.

Dass die Herausforderungen für die Immobilienbranche sehr komplex sind, zeigte sich an der Diskussion. Christian Schowe, Chef des Stadtplanungsamtes, berichtete vom Umbau der Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck. Dieser Prozess, sagt er, werde sich sechs bis sieben Jahre hinziehen.

Dirk Salewski kritisierte die zunehmende Einmischung der Politik ins Bauen. „Den Menschen wird immer mehr vorgeschrieben, wie sie zu leben haben.“ Cornelia Daume von Sahle Wohnen berichtete, dass die Ansprüche der Mieter wachsen und diese das Unternehmen, das 24 000 Wohnen im Bestand hat, vor Herausforderungen stellen würde. Dass Bauherren nicht mehr gewillt seien, noch mehr Kosten für energetische Standards in die Hand zu nehmen, darüber berichtete Architektin Eva Bleckmann. Cornelia Daume ergänzte in diesem Zusammenhang, dass das heutige Mieterverhalten durchaus verstärkt zu Schimmelbildung führen könne. Ein richtiges Heizen und Lüften sei schwer zu vermitteln, betonte sie.

(WN)


 


 

Wohnen
Mieterverhalten
Münster
Dämmwahn
Immobilienbranche
Herausforderungen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Wohnen" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: