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  • 02.11.2012, 13:40 Uhr
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  • Deutschland
Datenhandel

Regierung verbietet O2 Verkauf von Bewegungsdaten

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums erklärte, dass der Handel mit Bewegungsdaten von Kunden grundsätzlich verboten sei. Das Mobilfunkunternehmen O2 wollte die Daten seiner Kunden für Werbezwecke nutzen.


Zwar wollte O2 die Daten anonym weiterleiten, doch auch der Handel mit diesen Daten sei unzulässig. Auch das Verbraucherschutzministerium kritisierte das Vorhaben, da dadurch die Privatsphäre der Kunden verletzt werden könnte. Das hat bereits die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung gezeigt.

Smart Steps leitet Daten an Werbeindustrie weiter

Die deutsche Mobilfunktochter des spanischen Telefonkonzerns hat ein eigenes Programm mit der Bezeichnung Smart Steps entworfen. Mit diesem Programm können die Bewegungsdaten der O2-Kunden direkt an die Werbeindustrie zur Auswertung weitergeleitet werden. Zu den betroffenen Daten gehört aber nicht nur der jeweilige Standort, sondern auch das Alter oder Geschlecht, damit der Kunde eine persönlichere Werbeansprache erhält. Lediglich Name und Anschrift sollte anonym bleiben.

Das Ortungsprogramm wird laut einem Sprecher von Telefonica Deutschland bereits in Großbritannien getestet. Damit das Programm auch in Deutschland angewendet wird, müsste sich O2 an die deutschen Datenschutzgesetze halten. Die Kunden können sich gegen das Vorgehen nicht weigern, da ihre Mobiltelefone permanent die Standortdaten an den Netzbetreiber senden. Der Datenhandel ist für das spanische Unternehmen lukrativ, schließlich ist das Unternehmen gerade erst an die Börse gegangen.

(Redaktion)


 


 

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