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  • 20.12.2013, 08:40 Uhr
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  • Münster / Münsterland
DGB

Neue DGB-Führung im Münsterland

Nach 37-jähriger hauptamlicher Tätigkeit für den Deutschen Gewerkschaftsbund geht Heinz Rittermeier in den Ruhestand und übergibt die DGB-Regionalgeschäftsführung an Winfried Lange.

Die Zusammenführung der acht Einzelgewerkschaften im repräsentativen Gewerkschaftshaus am Technologiepark war ein Höhepunkte in Heinz Rittermeiers DGB-Zeit in Münster. Gestern hat der Regionsvorsitzende für das Münsterland nach 37-jähriger hauptamtlicher Tätigkeit für den Deutschen Gewerkschaftsbund das Staffelholz an Winfried Lange weitergegeben.

Der 55-Jährige aus Bünde war in den vergangenen elf Jahren Organisationssekretär in der Region Westfalen-Lippe. Er sei von Altgewerkschafter und Landesarbeitsminister Guntram Schneider gefragt worden, ob er sich diese Aufgabe vorstellen könne. Kann er.

Auf der DGB-Bezirkskonferenz in Neuss wurde er mit überwältigender Mehrheit gewählt. „Als bekennender Netzwerker“, so Lange, werde er künftig auch die vielen Ehrenamtlichen intensiv in seine Arbeit einbinden. Schwerpunkte will er in den Bereichen Bildung, Weiterbildung, Bekämpfung des Fachkräftemangels und dem Engagement gegen Rechtsextremismus setzen. Zudem soll die Vernetzung mit den vier DGB-Kreisverbänden im Münsterland verstärkt werden.

Das Münsterland habe sich inzwischen zu einer ansehnlichen Industrieregion gemausert, in der es nicht nur gelte, Arbeitsplätze zu sichern, sondern auch in zukunftsweisenden Branchen neu zu schaffen, unterstrich Rittermeier, der vor seiner vierjährigen Zeit in Münster 20 Jahre lang in Arnsberg für den DGB aktiv war.

An seinem Nachfolger schätze er, so Rittermeier, „dass er über den Tellerrand schaut und gleichzeitig mit beiden Beinen fest auf der Erde steht“. Winfried Lange, von Beruf Polsterer und seit 1976 in unterschiedlichen Funktionen aktiv – zunächst in der Gewerkschaft Holz und Kunststoff, später in der IG Metall –, ist die große Zahl der befristeten Arbeitsverträge ein Dorn im Auge.

Seit der Wirtschaftskrise 2008 „sind 49 Prozent der unter 25-Jährigen befristetet beschäftigt oder in Zeitarbeitsverhältnissen“, beklagt er. Und in Sachen Weiterbildung „werden die Möglichkeiten der Tarifverträge oft nicht ausgeschöpft“, so der neue Geschäftsführer in der DGB-Region Münsterland mit ihren rund 115.000 Mitgliedern.

(WN)


 


 

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