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  • 04.11.2014, 10:12 Uhr
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  • Münster / Bonn
DHL GCI 2014

Globalisierung erholt sich von der Finanzkrise

DHL hat heute die dritte Auflage des Global Connectedness Index (GCI) veröffentlicht, eine detaillierte Studie zum Grad der Globalisierung. Der Bericht zeigt, dass sich die weltweite Vernetzung, gemessen am globalen Austausch von Waren und Dienstleistungen, Kapital, Informationen und Personen, von den Einbußen während der Finanzkrise größtenteils erholt hat.

Besonders die Intensität internationaler Interaktionen hat 2013 wieder zugenommen, nachdem der Aufschwung im vorangegangenen Jahr ins Stocken geraten war. Allerdings stagniert dabei weiterhin eine entscheidende Dimension der Globalisierung, die Entwicklung der Handelsströme. Zudem bleibt der allgemeine Vernetzungsgrad vergleichsweise begrenzt, so dass Zuwächse in Höhe von mehreren Billionen US Dollar erzielt werden könnten, wenn die weltweite Integration vertieft wird.

"In der Zeit nach der Finanzkrise ist die Globalisierung zunehmend unter Druck geraten und internationale Handelsabkommen sehen sich wachsendem Widerstand gegenüber", sagt Frank Appel, CEO Deutsche Post DHL. "In diesem von Unsicherheit geprägten Umfeld bietet der DHL Global Connectedness Index ein umfassendes, auf Fakten basierendes Verständnis von Globalisierung. Die Studie zeigt auf, wie groß der Spielraum von Ländern ist, die eigene Vernetzung weiter zu steigern. Ich bin davon überzeugt, dass mehr Wohlstand in der Welt auch mehr und nicht weniger Integration braucht."

Der DHL Global Connectedness Index 2014 dokumentiert die erhebliche Verlagerung von Wirtschaftsaktivitäten in Schwellenländer und die damit verbundene Verschiebung des weltweiten wirtschaftlichen Schwerpunkts in Richtung Osten. Fand internationaler Austausch vor 2010 vorwiegend zwischen Industrieländern statt, so sind nun die Schwellenländer in den Großteil der internationalen Interaktionen eingebunden. Auch die zehn Länder, deren globale Vernetzung von 2011 bis 2013 am stärksten gestiegen ist, sind allesamt Schwellenländer, darunter Burundi, Mozambique und Jamaika mit dem größten Zuwachs.

Industrieländer konnten mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Dies legt nahe, dass sie Wachstumschancen in Schwellenländern nicht ausreichend nutzen. "Um diesem Trend entgegenzuwirken, müssten mehr Unternehmen in Industrieländern ihre Fähigkeiten stärken, am Wachstum in Schwellenländern zu partizipieren", sagt Professor Pankaj Ghemawat, Co-Autor des Berichts und international anerkannter Experte für Globalisierung und Unternehmensstrategie. "Dies ist umso wichtiger angesichts der Tatsache, dass sich der jahrzehntelange Trend der Regionalisierung des Handels ins Gegenteil verkehrt hat." Tatsächlich zeigt der GCI 2014, dass sich jede Art des hier gemessenen Austauschs von Waren und Dienstleistungen, Kapital, Informationen und Personen in 2013 über eine größere geographische Distanz erstreckt als in 2005 - dem Basisjahr des Berichts.

Die diesjährigen Index-Ergebnisse

Neben einem umfassenden Überblick über den Stand der globalen Vernetzung bietet der GCI auch detaillierte Einblicke in die Vernetzung von einzelnen Ländern und Regionen. Die Niederlande sind weiterhin das am besten vernetzte Land der Welt und Europa ist erneut die weltweit am stärksten vernetzte Region. Bis auf Singapur liegen die zehn am stärksten globalisierten Länder alle in Europa.

Nordamerika kommt als Region bei der Globalisierung auf Rang zwei und führt in den Kategorien Kapital und Informationen. Als das am besten vernetzte amerikanische Land erweisen sich die Vereinigten Staaten, die innerhalb aller 140 im GCI erfassten Länder auf Platz 23 rangieren. Der im Durchschnitt stärkste Zuwachs in der globalen Vernetzung zwischen 2011 und 2013 wurde in Süd- und Zentralamerika sowie der Karibik verzeichnet. Der Mittlere Osten und Nordafrika ist die einzige Region, in der ein deutlicher Rückgang der Vernetzung stattfand.


 


 

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