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  • 03.05.2013, 10:27 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Diskussion um Sponsorengelder

Stadtwerke Münster veröffentlichen Details ihres Sponsoring-Engagements

Insgesamt 747.547 Euro gaben die Stadtwerke Münster nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr für Sponsoring in Münster aus. Nach der Diskussion um die umstrittene und inzwischen eingestellte Veranstaltungsreihe „Streitkultur“ legt das kommunale Unternehmen seine Sponsoring-Aktivitäten jetzt offen.

40 Prozent wurden davon im Sportbereich investiert. Erstmals informieren die Stadtwerke damit detailliert über ihr Engagement als Unterstützer und Geldgeber vor Ort.

„Wir unterscheiden uns von anderen im Wettbewerb durch die lokale Präsenz“, betont der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann die Motivation des Unternehmens, sich in verschiedenen Feldern in der Stadt öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. „Und wir bekommen im Gegenzug etwas dafür“, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer unter Verweis auf Vergünstigungen etwa für Stadtwerke Kunden, die eine Plus-Card haben.

So unterstützte das Unternehmen laut eigener Übersicht im Jahr 2012 etwa Preußen Münster mit 135.000 Euro (plus 25.000 Euro für eine Stadion-Loge), den Allwetterzoo mit 100.000 Euro sowie das Aasee-Schiff Solaaris, das das Stadtwerke-Logo trägt, mit gut 55.000 Euro.

 „Wir haben kein schlechtes Gewissen“

Insgesamt 30 externe Projekte und Partner haben die Stadtwerke 2012 mit zusammen 562.039 Euro gefördert. Weitere 185.508 Euro kommen als Sachkosten beispielsweise für den Druck von Plakaten oder Agenturen hinzu. „Wir haben kein schlechtes Gewissen“, unterstreicht Stadtwerke-Chef Müller-Tengelmann.

Bei allen Sponsoring -Aktionen orientiere man sich am Kunden. „Daran müssen wir unserer Geschäft ausrichten.“ Im Rahmen eines Kundenforums wollen die Stadtwerke im Herbst mit ihren Kunden über das Thema diskutieren. Vorher soll es eine repräsentative Umfrage dazu geben, um zu klären, welche Erwartungen die Münsteraner an das Sponsoring der Stadtwerke haben.

Gemessen an den Umsatzerlösen machte das Sponsoringbudget bei den Stadtwerken Münster nach deren Darstellung im Jahr 2011 nur 0,13 Prozent aus. Zum Vergleich seien dies bei den Stadtwerken Potsdam 0,36 Prozent und bei den Stadtwerken Bochum ein Prozent, hieß es am Hafenplatz.

Die Stadtwerke Münster waren unlängst in die Kritik geraten, nachdem für insgesamt vier Abende mit Prominenten insgesamt rund 170.000 Euro angefallen waren. „Veranstaltungen wie die Streitkultur mit prominenten Rednern wird es nicht mehr geben“, so Müller-Tengelmann. An Veranstaltungen für Groß- und Gewerbekunden will das Unternehmen aber festhalten – 2013 sind zehn für knapp 44.000 Euro geplant.

In vielen Feldern als Geldgeber aktiv

Rund 40 Prozent ihrer Sponsoringgelder, umgerechnet 302.074 Euro, investierten die Stadtwerke 2012 nach eigener Darstellung im Sportbereich: Neben der Unterstützung für den Fußball-Drittligisten SC Preußen Münster (135.000 Euro plus Loge) waren dies 53.500 Euro für den USC Münster (Volleyball), 35.000 Euro für den UBC Münster (Basketball) sowie 14.994 Euro für die Startgemeinschaft Schwimmen Münster e.V. Außerdem engagieren sich die Stadtwerke als Unterstützer in den Bereichen Kultur/Gesellschaft, Bildung/ Wissenschaft sowie Soziales. Sponsoring-Unterstützung erhielten 2012 etwa die Ausstellung „Here comes the sun“ des Vereins Kindermuseum Münster (48.066 Euro), der SKM-Stromsparcheck (16.000 Euro) sowie der Verein MS Hafen e.V. und Münster-Marketing für den Elternalarm (je 10.000 Euro). Waren es im Jahr 2010 noch 218.500 Euro, investierten die Stadtwerke 2012 mehr als 562.000 Euro für das Sponsoring.

(Redaktion)


 


 

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