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  • 27.03.2015, 11:47 Uhr
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  • Münster / Düsseldorf
Dividende auf 7% erhöht

WGZ BANK-Gruppe steigert Jahresgewinn und Kapitalkraft

Mit einem Operativen Ergebnis von 307,9 Mio. € (nach IFRS) übertraf die WGZ BANK-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 nochmals leicht das bereits gute Vorjahresergebnis (306,1 Mio. €). Dabei bestätigt der Anstieg im Zins-, Provisions- und Handelsergebnis bei regulatorisch bedingt erhöhten Verwaltungsaufwendungen die wirtschaftliche Stärke der Bank, so das Unternehmen heute in einer Pressemeldung.

Mit breiter Unterstützung ihrer Anteilseigner, den aktuell 187 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen, verstärkte die WGZ BANK ihre Kapitalbasis um über 500 Mio. €. Ihre Kernkapitalquote stieg zum 31.12.2014 auf 13,6% vor Gewinnthesaurierung und liegt damit klar über den aufsichtlichen Mindestvorgaben. Für das Geschäftsjahr 2014 sollen die Anteilseigner eine Dividende von 7% (Vorjahr: 6%) erhalten.

Hans-Bernd Wolberg, Vorstandsvorsitzender der WGZ BANK: "Das Ergebnis der WGZ BANK-Gruppe kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Es belegt erneut ihr valides Geschäftsmodell und ihre Stabilität in für Banken anspruchsvollen Zeiten. Die klare Kundenorientierung und der enge Schulterschluss mit unseren Mitgliedsbanken zahlen sich aus. Die erfolgreichen Kapitalmaßnahmen des Jahres 2014 werten wir als klares Signal des Vertrauens unserer Anteilseigner und als Zeichen des Zusammenhalts innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Mit unserer guten Kapitalausstattung sind wir für die wachsenden Herausforderungen im Wettbewerb hervorragend gerüstet.“

Jahresabschluss der WGZ BANK-Gruppe

Der Zinsüberschuss übertraf mit 514,3 Mio. € (+9,8%) den Vorjahreswert deutlich. Der Anstieg zeigt, dass die WGZ BANK-Gruppe im zinstragenden Geschäft weiter vorangekommen ist.

Die Aufwendungen für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrugen 23,1 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €). Die Qualität der Kreditportfolios der Gruppe wird durch das abermals gute Risikoergebnis ebenso bestätigt wie auch durch die im Herbst 2014 abgeschlossene umfassende Prüfung der EZB .

Der Anstieg im Provisionsüberschuss um 2,1% auf 68,8 Mio. € basiert vorrangig auf positiven Ergebnisbeiträgen aus dem Kundenwertpapiergeschäft und dem Transaction Banking der WGZ BANK. Infolge der Intensivierung ihres Vermittlungsgeschäfts belief sich das Provisionsergebnis der WL BANK auf -29,5 Mio. € (Vorjahr: -28,1 Mio. €).

Das Handelsergebnis lag mit 211,9 Mio. € um 39,4% über dem Vorjahreswert (152 Mio. €). Neben dem erneut starken Handelsergebnis der WGZ BANK trug hierzu das höhere Fair-Value-Ergebnis aus dem Staatsanleihen-Portfolio der WL BANK bei.
Das Finanzanlageergebnis (-132,6 Mio. € nach -86,6 Mio. € im Vorjahr) wurde vor allem durch Verluste aus der Veräußerung der Volksbank Romania-Beteiligung, Wertkorrekturen im Beteiligungsportfolio sowie Aufwendungen aus vorzeitig zurückgekauften Passiva der WL BANK belastet.

Der Verwaltungsaufwand stieg – vor allem regulatorisch bedingt – um 4,2% auf 296,1 Mio. €. Ende 2014 beschäftigte die WGZ BANK-Gruppe 1.649 (Vorjahr: 1.615) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon entfielen 1.292 (Vorjahr: 1.268) auf die WGZ BANK.
Die Cost Income Ratio der Gruppe zählt mit 47,2% (Vorjahr: 47,5%) nach wie vor zu den Topwerten in der Finanzdienstleistungsbranche.

Bei einem Operativen Ergebnis von 307,9 Mio. € beträgt der Jahresüberschuss 234,3 Mio. € (Vorjahr: 227,2 Mio. €).
Die Bilanzsumme der WGZ BANK-Gruppe ( IFRS ) stieg zum Jahresende 2014 gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Mrd. € auf 94,9 Mrd. €. In der WGZ BANK AG lag sie nach HGB zum Jahresultimo bei 48,3 Mrd. € (Vorjahr: 51,4 Mrd. €), in der WL BANK verringerte sie sich von 39,2 Mrd € auf 38,2 Mrd. €.

Ergebnis der WGZ BANK AG (nach HGB)

In der WGZ BANK AG stieg das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge (HGB) um 45,2% auf 311,8 Mio. €. Das gegenüber dem Vorjahr um 105,1 Mio. € verbesserte Risikoergebnis basiert vor allem auf dem hohen Bewertungsergebnis der Wertpapier-Liquiditätsreserve, das einen Swing von -24,5 Mio. € auf +83,1 Mio. € aufweist. Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 166,4 Mio. € (Vorjahr: 110,6 Mio. €).

Auf der Grundlage dieses Ergebnisses werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung der WGZ BANK am 23. Juni 2015 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 7,00 € (Vorjahr: 6,00 €) je Aktie im Nennwert von 100 € vorschlagen. Darin eingeschlossen ist ein Bonus in Höhe von 2,00 € je Aktie. Die Gesamtausschüttung beliefe sich damit auf 50,0 Mio. € nach 42,8 Mio. € ein Jahr zuvor. Darüber hinaus ist eine Dotierung der Rücklagen mit 116,4 Mio. € (Vorjahr: 67,7 Mio. €) vorgesehen.

Kapitalquote steigt auf 13,6% – Kapitalbasis nachhaltig gestärkt

Um sich für künftige Anforderungen zu wappnen, hat die WGZ BANK-Gruppe ihre Kapitalbasis im Geschäftsjahr 2014 um insgesamt 515 Mio. € gestärkt. Neben der Erhöhung des Grundkapitals um 292 Mio. € wurde das Ergänzungskapital mit zwei flankierenden Nachrang-Emissionen um 223 Mio. € aufgestockt. Auch ohne Berücksichtigung dieser Effekte bestätigten die Ergebnisse der EZB-Stresstests im Herbst 2014 eine auskömmliche Kapitalausstattung der WGZ BANK-Gruppe. Zum Jahresultimo 2014 lag die Kernkapitalquote bei 13,6% und damit deutlich über der regulatorischen Mindestvorgabe von 8,0%. Die Leverage Ratio übertrifft mit 3,3% schon per Ende 2014 die erst ab 2018 einzuhaltende Mindestgröße von 3,0%.

Ausblick

In den ersten Wochen des laufenden Jahres setzte sich die erfreuliche Entwicklung der WGZ BANK in ihren Kerngeschäftsfeldern fort. Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Hans-Bernd Wolberg verhalten optimistisch: "Das Geschäftsjahr 2015 ist zwar gut angelaufen, der gute Start verleitet uns jedoch nicht zur Euphorie. Die Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld und der Regulatorik bestehen unverändert fort bzw. nehmen sogar zu – Stichwort: Bankenabwicklungsfonds. Gleichwohl sind wir guter Dinge, auch im laufenden Geschäftsjahr vorzeigbare Ergebnisse zu erzielen.“

(WGZ Bank)


 


 

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