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  • 28.08.2015, 09:03 Uhr
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  • Münster / Bad Neuenahr-Ahrweiler
Doping im Job

Leistung um jeden Preis?

Aktuellen Studien zufolge ist der Anteil der Berufstätigen, die zur Leistungssteigerung im Beruf Medikamente einnehmen, deutlich angestiegen. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, besuchte die AHG Klinik Tönisstein. Im Zentrum standen die aktuellen Themen 'Doping im Beruf' und Lifestyledrogen.

"Stress und Leistungsdruck lassen immer mehr Beschäftigte zu Pillen greifen. Die Gesundheitsrisiken reichen bis zur Abhängigkeit. Hier brauchen wir wirksame Konzepte zur Prävention und Therapie", erläuterte Marlene Mortler den Grund ihres Besuchs. Suchterkrankungen seien längst nicht mehr nur der Griff zu Alkohol, sondern betreffe mittlerweile auch Menschen, die erfolgreich im Beruf stünden, so Mortler weiter.

Mit ihrer einzigartigen, ganzheitlichen Kurzeittherapie bei Suchterkrankungen spricht die AHG Klinik Tönisstein insbesondere berufstätige Erkrankte an. Der Fokus liegt dabei auf dem Erhalt der vorhandenen Ressourcen und der Vorbereitung auf die Rückkehr in das gewohnte Umfeld. So sind etwa Angehörigenseminare zu den Auswirkungen von Suchterkrankungen auf Familie und Beziehung Bestandteil der Therapie. Berufsbezogene Maßnahmen thematisieren die Zusammenhänge von Arbeitsleben und Sucht, trainieren die Stressbewältigung und bereiten auf den Arbeitsalltag vor.

"Als Dienstleister in der medizinischen Rehabilitation ist uns der enge Kontakt mit der Lebenswirklichkeit der Patienten wichtig. Nur so können wir aktuellen Krankheitsbildern mit effizienten Therapien begegnen. Die Zunahme von Doping im Beruf zur Stressbewältigung und Leistungssteigerung ist Ausdruck der sich ständig wandelnden Erscheinungsformen von Suchterkrankungen. Daher arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer Behandlungsmethoden und bieten gerade für diese Patientengruppe ein einzigartiges Therapiekonzept an.", erläuterte Dr. med. Hubert Buschmann, Chefarzt der AHG Klinik Tönisstein. Dazu stehe die Klinik im Dialog mit Betroffenen sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Einrichtungen der Selbsthilfe, Kostenträgern und Kooperationspartnern, so Buschmann weiter.

Neben dem Rundgang durch die Klinikräume stand die Diskussion aktueller Entwicklungen bei Suchterkrankungen auf dem Programm.

(ots / AHG Klinik Tönisstein)


 


 

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