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  • 07.06.2013, 13:54 Uhr
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  • Münsterland
Doppelter Abitur-Jahrgang

Chance für Unternehmen und Abiturienten

Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur Ahlen-Münster, besuchte zusammen mit Landrat Dr. Olaf Gericke und Dorothe Hünting-Boll, stellvertretender Geschäftsführerin der IHK Nord Westfalen, auf seiner diesjährigen Ausbildungstour das Unternehmen Kaldewei in Ahlen.

Mit dem doppelten Abiturjahrgang sind für die Unternehmen im Kreis Warendorf viele Chancen verbunden. Zugleich stehen die Betriebe vor der Herausforderung, attraktive berufliche Perspektiven für Abiturienten zu schaffen. Denn im Wettbewerb um qualifizierte Kräfte gilt es, den Nachwuchs für sich zu gewinnen und dann langfristig im Betrieb zu halten. Gemeinsam mit Landrat Dr. Olaf Gericke und Dorothe Hünting-Boll, stellvertretende Geschäftsführerin der IHK Nord Westfalen, besuchte Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur Ahlen-Münster das Ahlener Familienunternehmen Kaldewei, um sich über innovative Ausbildungskonzepte auszutauschen.

Jungen, engagierten und interessierten Menschen eine langfristige Perspektive bieten – dieses Ziel verfolgt der Bade- und Duschwannenproduzent Franz Kaldewei GmbH & Co. KG durch den stetigen Ausbau individueller Nachwuchsprogramme. Heute präsentiert sich das Ahlener Unternehmen mit einem Leistungsangebot, das neben der klassischen Berufsausbildung auch eine große Auswahl dualer Studiengänge umfasst. Die von Fahnemann initiierte Ausbildungstour machte daher Station bei Kaldewei, um sich ein persönliches Bild von den Ausbildungsleistungen vor Ort zu machen und sich über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten bei Kaldewei zu informieren. „Wir brauchen Arbeitgeber, die zukunftsorientierte Personalpolitik betreiben, um den jungen Menschen in der Region eine Perspektive zu geben und den Fachkräftebedarf von morgen zu sichern“, betont Fahnemann und ergänzt: „Das Unternehmen Kaldewei geht hier vorbildlich besonders innovative Wege“.

Karriere-Offensive bei Kaldewei

Anlässlich der Gesprächsrunde stellte Kaldewei die Einzelheiten der neuen Karriere-Offensive vor, mit der das Unternehmen junge Talente langfristig bindet und fördert. Bei einer Werksführung konnten die Gäste abschließend intensive Einblicke in die Herstellungsprozesse des europaweit führenden Herstellers von Bade- und Duschwannen sowie emaillierten Duschflächen aus Kaldewei Stahl-Email 3,5mm gewinnen.

Die klassische Berufsausbildung ist ein fester Bestandteil bei Kaldewei. Insgesamt zählt das Unternehmen rund 50 junge Menschen, die ihre kaufmännische oder technische Berufsausbildung am Unternehmenssitz in Ahlen absolvieren, womit die Ausbildungsquote in diesem Jahr bei rund 9 Prozent liegt.

Stefanie Knitt, Personalreferentin bei Kaldewei, erklärte, dass neben dem konsequenten Ausbau von Weiterbildungsmöglichkeiten auch eine nachhaltige Personalpolitik von zunehmender Bedeutung für das Unternehmen sei. Daher werde auch über die Ausbildungszeit hinaus mit Maßnahmen, wie dem firmeninternen Netzwerk „Kaldewei Keep in Contact“, eine langfristige Bindung der Mitarbeiter angestrebt. „Sehr gute Auszubildende gehen mit dem Übergang in ein Vollzeitstudium nicht einfach verloren, sondern werden weiterhin an das Unternehmen gebunden“, erklärt Knitt die Motivation für das im letzten Jahr ins Leben gerufene Programm.

Duale Studiengänge für gut ausgebildete Nachwuchskräfte

Die Anforderungen an eine gute Ausbildung sind gestiegen. In ihrer Präsentation gab Knitt Einsicht in die aktuellen Förderprogramme des Unternehmens Kaldewei. Dabei spielt die Kombination aus Studium und Praxis eine immer wichtigere Rolle in der Personalentwicklung. Zusätzlich zu den acht klassischen Ausbildungsangeboten – aus dem kaufmännischen und technischen Bereich – bietet Kaldewei auch eine kooperative Ingenieurausbildung im Soester Modell an. „Dieses Modell verspricht eine gezielte Förderung der individuellen Stärken und Interessen des Studenten“, erklärt Knitt.

Neu ist die Fachrichtung Design- und Projektmanagement im gleichen Modell, die Kaldewei in diesem Jahr erstmalig anbietet. Im Zuge der weiteren Exportorientierung Kaldeweis ist eine vielseitige und internationale Ausbildung der zukünftigen Nachwuchskräfte wichtig. Dieses Ziel verfolgt Kaldewei über den Ausbau dualer Studiengänge. Im Ergebnis zeigen sich weitere vier Förderungsmaßnahmen von Studierenden in Praxisphasen, die innerhalb nur eines Jahres bei Kaldewei erstmalig neu starten und dauerhafter Bestandteil des Kaldewei Personalkonzeptes werden sollen. Hierzu zählen die vertriebsspezifischen, international ausgerichteten Fachrichtungen International Business und Vertriebsmanagement in Zusammenarbeit mit der FHDW Paderborn. Im kommenden Jahr folgt dann der duale Studiengang Verfahrenstechnik sowie ein weiteres ausbildungsintegriertes Studium der Fachrichtung Betriebswirtschaft mit der VWA Münster.

„Das Ausbildungsangebot bei Kaldewei ist wirklich beeindruckend“, betonte Dr. Gericke nach Abschluss der Präsentation. „Die Kombination aus Studium und Ausbildung ist die optimale Lösung, um qualifizierte Nachwuchstalente in das Unternehmen einzubinden.“ Auch Joachim Fahnemann ist von den interessanten Zukunftsperspektiven des Unternehmens überzeugt: „Kaldewei ist für die Region Münsterland ein vorbildliches Beispiel professioneller und nachhaltiger Personalpolitik.“

(Redaktion)


 


 

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