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  • 18.10.2013, 10:13 Uhr
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  • Münster
Drohende Insolvenz

Insolvenzantrag des Eiscafé Firenze und Chancen auf Rettung

Das Eiscafé Firenze an der Königsstraße in Münster drohte mitten im Sommer in die Pleite zu schlittern. Forderungen des Finanzamtes waren der Grund für die „Eiszeit“. Die Gäste im Café in der Innenstadt haben die drohende Insolvenz und die damit verbundenen Turbulenzen im Betrieb aber bis heute nicht gespürt.

Eric Coordes, vom Amtsgericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, freut sich darüber und vor allem, „dass das Eiscafé in aller Ruhe seinen Betrieb stabilisieren und die Qualität halten konnte“.

„Firenze ist eines der wenigen Eiscafés, das auch im Winter kostendeckend arbeitet“, sagt der Fachanwalt, der Firenze eine Chance gibt. Im Sommer stand die Zukunft von Firenze jedoch in den Sternen, nachdem Inhaber Gianni Sommacal die Forderung des Finanzamtes mit einer saftigen Steuernachzahlung vorlag. Der 54-Jährige stellte beim Amtsgericht in Münster einen Insolvenzantrag, worauf Eric Coordes als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde.

26 Mitarbeiter, darunter zahlreiche Teilzeitbeschäftigte, sind von der Insolvenz betroffen, ihre Gehälter wie auch das von Gianni Sommacal werden seit drei Monaten durch das Insolvenzausfallgeld bestritten.

Eröffnung des Insovlenzverfahrens

Eric Coordes rechnet damit, dass das Insolvenzverfahren nun am 1. November eröffnet wird. Für den Juristen gibt es dann drei Möglichkeiten, um das Eiscafé Firenze an der Königsstraße zu erhalten. Eine Chance bestünde darin, sagt Coordes, dass er als Insolvenzverwalter den Betrieb wie bisher weiterführt. Eine übertragende Sanierung wäre die zweite Möglichkeit. Wobei dem Insolvenzverwalter in der Kanzlei Mönig und Partner die Anfrage einer Interessentin vorliegt. Die dritte Möglichkeit bestünde darin, sagt Coordes, dass der Eisbetrieb mit Gianni Sommacal weitergeführt wird.

Der 54-jährige Italiener fühlt sich inzwischen als Münsteraner. Er stammt aus einem Dorf bei Cortina d`Ampezzo in den Dolomiten und verkauft seit 34 Jahren an der Königsstraße Eis. Über 60 verschiedene Eissorten stehen im Sommer auf der Karte. Im Jahr 2000 wurde das Eiscafé umfangreich renoviert. Bis vor zwei Jahren gehörte ihm auch die Eisdiele an der Bogenstraße, die er aber inzwischen verkauft habe, sagt Sommacal.

(Redaktion)


 


 

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