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  • 28.08.2013, 09:01 Uhr
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  • Hörstel
Duales System Deutschland

Sortieranlage beteiligt sich an Umweltprojekt

Die Sortieranlage der DSD (Duales System Deutschland) in Hörstel steht im Blickpunkt eines Pilotprojekts, das sich für saubere Meere einsetzt. Experten des Grünen Punktes untersuchen dort seit Dienstag den Inhalt großer Müllbehälter bis ins Detail. Das Ungewöhnliche daran: Der Abfall wurde aus deutschen Gewässern gefischt.

Abfälle in der Nord- und Ostsee werden zu einer ernsten Bedrohung. Besonders verantwortungslos entsorgtes Plastik wirkt sich negativ auf das empfindliche ökologische System aus. Schon heute haben viele Seevögel Plastik im Magen. Gemeinsam mit dem „Grünen Punkt“ und anderen Partnern hat die Naturschutzorganisation NABU deshalb die Initiative „Fishing for Litter“ (etwa: Fischen nach Abfällen) gegründet.

Daran beteiligen sich inzwischen rund 120 Fischkutter: In acht Häfen stehen Container bereit, in denen der Müll gesammelt wird, der zusammen mit den Fischen, Krabben und Muscheln an Bord gezogen wurde.

Dr. Kim Cornelius Detloff, Leiter des Meeresschutzes bei der NABU, erläutert, dass es hier um mehr geht als um eine Müllsammlung: „Wir wollen wichtige Daten sammeln. Sie sollen uns verstehen helfen, woher der Müll stammt, aus welchen Stoffgruppen er sich zusammensetzt. Denn erst wenn wir darüber mehr wissen, können wir konkrete Maßnahmen ergreifen.“

Die Sortieranlage Hörstel verarbeitet jährlich 18.000 Tonnen Joghurt- und Margarinebecher zu wertvollem Granulat für die Kunststoffindustrie. Gemessen daran ist die jetzt zu untersuchende Menge von 25 Kubikmetern Müll aus der Nord- und Ostsee eher gering.

(Stephan Beermann)


 


 

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