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  • 18.11.2015, 09:21 Uhr
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  • Münster / Bonn
Elektromobilität

Kfz-Gewerbe gegen Kaufprämie für Elektrofahrzeuge

Den in Regierungskreisen kontrovers diskutierten Forderungen nach Gewährung einer Kaufprämie für Elektrofahrzeuge hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) eine klare Absage erteilt. Der Staat dürfe sich nicht zum Steigbügelhalter einer offensichtlich noch nicht wettbewerbsfähigen Technologie machen, so ein Sprecher.

Trotz aller Anstrengungen und Forschungsgelder seien die Hochvoltbatterien immer noch zu schwer und zu teuer, die Ladedauer zu lang und die Reichweite der Fahrzeuge zu gering, als dass Elektroautos sich auf dem Markt durchsetzen könnten. Abhilfe könne nachhaltig nur durch Produktverbesserungen geschaffen werden, nicht durch staatliche Fördermittel mit ihren bekannten Mitnahme- und Strohfeuereffekten.

Vergleiche mit der Umweltprämie aus dem Jahr 2009 hinken nach Überzeugung des ZDK. Damals sei es im Kern um die Bewältigung einer massiven Wirtschaftskrise gegangen. Von einer solchen könne heute zum Glück keine Rede sein. Auch zwingende Umweltgründe seien nicht ersichtlich, zumal die Ökobilanz von Elektrofahrzeugen je nach Art der Stromerzeugung zumindest zwiespältig ausfalle.

Mit der Kaufprämie lehnt der ZDK auch deren erwogene Gegenfinanzierung durch Erhöhung der Mineralölsteuer oder stärkere CO2-Besteuerung strikt ab. Der Staat kassiere jährlich bereits weit über 50 Milliarden Euro aus mobilitätsbedingten Steuern und Abgaben. Davon werde der überwiegende Teil nicht zur dringend notwendigen Sanierung der Verkehrsinfrastruktur verwendet, sondern versickere im Staatshaushalt. Diese Steuerlast zur Gegenfinanzierung einer verfehlten Subvention noch zu erhöhen sei nicht akzeptabel, so der ZDK-Sprecher.

(ots / ZDK)


 


 

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