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  • 03.04.2014, 15:07 Uhr
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  • Münster
Ende des Tarifstreits

Lohnrunde im öffentlichen Dienst kostet die Stadt 4,1 Millionen

4.745 Mitarbeiter der Stadt Münster profitieren von der Lohn- und Gehaltssteigerung im öffentlichen Dienst. Statt der geplanten 2,3 Millionen Euro muss die Stadt 4,1 Millionen mehr ausgeben.

Der Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst führt bei der Stadtverwaltung Münster in diesem Jahr zu Mehrausgaben in Höhe von 4,1 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sind es 7,5 Millionen. Eingeplant waren „nur“ 2,3 beziehungsweise 5,4 Millionen Euro.

„Das ist der zweite deutliche Anstieg bei den Personalaufwendungen nach 2012“, so der städtische Personaldezernent Wolfgang Heuer auf Anfrage unserer Zeitung. Die Mehrausgaben würden die Stadt zwar belasten, aber nicht vor unlösbare Probleme stellen. „Wir können mit einem solchen Abschluss umgehen.“

Konkret hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für die 2,1 Millionen Beschäftigten in öffentlichen Dienst in Deutschland eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um drei Prozent in diesem Jahr durchgesetzt, weitere 2,4 Prozent im nächsten Jahr.

Profitieren werden bei der Stadtverwaltung 4.745 Mitarbeiter. Für die 1.172 Beamten gilt der Tarifabschluss nicht.

Da alle Bezüge um mindestens 90 Euro je Monat steigen werden, profitieren die unteren Lohngruppen deutlich mehr. Mitarbeiter der Einkommensgruppe 1, so Heuer, bekämen demnächst 5,8 Prozent mehr.

Michael Zarth von der Gewerkschaft Komba sprach von einem „vernünftigen Abschluss“, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hob hervor, dass der neue Tarif vor allem für Beschäftigte in den Erzieherberufen eine „substanzielle Verbesserung“ bedeute.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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