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  • 20.12.2013, 11:49 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Warendorf
Energie

Netzkauf- und Pachtvertrag für das Warendorfer Stromnetz unterzeichnet

Interims-Geschäftsführer Dr. Dietrich Meendermann von der Warendorfer Energieversorgung WEV und Bernd Böddeling, Vorstand der RWE Deutschland, haben den Netzkauf- und Pachtvertrag für das Warendorfer Stromnetz unterzeichnet. Gleichzeitig wurde ein Rahmenvertrag über die Betriebsführung des Unternehmens abgeschlossen.

Die WEV kauft das Warendorfer Stromnetz: Ein Vorgang mit „historischer“ Dimension – und die größte Investition, die die Stadt je getätigt hat. Immerhin 17,4 Millionen Euro.

Damit geht nach immerhin fünf Jahren Verhandlungspoker ein Prozess zu Ende, der zuerst politisch nicht einfach und auch ideologisch belastet war, auf der später folgenden sachlichen Ebene dann aber erstaunlich einvernehmlich über die Bühne gegangen ist. Bürgermeister Jochen Walter: „Ich freue mich, dass wir eine Lösung gefunden haben, bei der wir als Kommune nun maßgeblich die Zukunft unserer Stromversorgung in der Hand haben.“

RWE hat die Fortsetzung der Zusammenarbeit als richtigen Schritt in die Zukunft bezeichnet. „Wir haben hier eine partnerschaftliche Lösung gefunden, die für die Bürger eine sichere Stromversorgung bedeutet. Auch für unsere Mitarbeiter ist dieser Vertrag zukunftsweisend“, sagte Bernd Böddeling. Und er hatte ein vorweihnachtliches Präsent mitgebracht: Hübsch gerahmt präsentierte er Kopien der Verträge von 1917, in denen die damalige VEW und die Gemeinde Warendorf ihre Partnerschaft besiegelten.

Mit Datum vom 1. Januar 2014 kauft die WEV von RWE das örtliche Stromnetz. An dem Unternehmen sind dann die Stadt mit 74,9 und RWE mit 25,1 Prozent beteiligt. Die Partnerschaft ist unbefristet und wird auf das Stromnetz ausgedehnt.

Bis 2016 bleibt der Betrieb des Netzes auch erst einmal in den Händen von RWE – sie beauftragt damit ihr Tochterunternehmen Westnetz. Zwischenzeitlich wird die WEV Aufgaben des Netzbetriebs schrittweise übernehmen um dann nach 2016 das netz vollständig selbst zu betreiben.

Die Filiale von Westnetz in Warendorf bleibt bestehen. Zehn Mitarbeiter werden von dort aus das Stromnetz betreuen.

Am Freitag wird eine weitere Weiche gestellt: In der Ratssitzung fällt die Entscheidung, wer im kommenden Jahr neuer WEV- und Stadtwerke-Geschäftsführer wird.

(WN)


 


 

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