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  • 17.10.2013, 11:00 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Erfindergeist im Münsterland

Innovationspreis Münsterland 2013 an sechs findige Unternehmen verliehen

Kühler Stahl, blaues Scheinwerferlicht – und darüber schwebt in luftiger Höhe eine Gangway. Das Atrium der Software-Schmiede Tobit in Ahaus ist ein passender Rahmen, um innovative Ideen auszuzeichnen, die weit über das „Normale“ hinausragen.

Sechs Unternehmen aus dem Münsterland wurden dort am Mittwochabend mit dem Innovationspreis Münsterland ausgezeichnet. Vom Schutz für kleine Finger über die Diagnose für Krebspatienten bis zur Klärschlammverarbeitung reichte das Spektrum der Innovationen.

Es war eine echte Leistungsschau der Region im „Silicon-Valley des Münsterlandes“, wie Moderator Hajo Schumacher den Veranstaltungsort Ahaus nannte. „Innovationen sichtbar machen“ lautete schließlich auch das Motto des Wettbewerbs.

Leistungsschau der Region

Aus 79 Bewerbungen hatten die Juroren die Preisträger ausgewählt. Vor zwei Jahren hatte es nur 71 Bewerber gegeben. „Der Bewerbungszuwachs macht deutlich, welches Potenzial in dieser Region steckt und dass wir alle mit innovativer Kraft nach vorne arbeiten“, sagte Klaus Ehling, Vorstandsvorsitzender des Münsterland e.V., der diesen bundesweit größten Regionalwettbewerb veranstaltet.

Offenbar war die Qual der Wahl unter den vielen brillanten Ideen groß: „Revolutionär“, „neuartig“, „einzigartig“, „intelligent“ – diese Worte zogen sich durch alle Laudationen. Angesichts der Flut der guten Ideen erfand die innovative Jury schnell noch zwei Sonderpreise, die erstmals zusätzlich zu den Preisen in den vier Kategorien „Start-up-Unternehmen“, „Energie-Innovativ“, „Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“ und „Wirtschaft“ vergeben wurden.

Um kleine Helfer für den Alltag und große Erfahrungen bei der Zusammenarbeit ging es beim Sonderpreis „soziale Innovation“: Vom Krümelbutler „James“ bis zum Schirmständer „Regenbesen“ entwickelten die Designstudenten der Fachhochschule Münster mit der „Westfalenfleiß GmbH“ eine neue Produktpalette. Die Studenten genossen – so wurde am Abend deutlich – nicht nur den Freiraum für ihre Gestaltungsmöglichkeiten, sondern auch die Arbeit mit den Menschen mit Behinderung, die bei dem gemeinnützigen Unternehmen Westfalenfleiß im Mittelpunkt stehen.

Die ATM Albersmann Tischlerei Möbelbau aus Vreden machte sich um die Auszeichnung „klein aber pfiffig“ – vor allem aber um kleine Kinderfinger – verdient. Mit nur fünf Mitarbeitern entwickelte sie den „Fingerklemmschutz ATM“. Er verhindert, dass Kinder ihre Finger in den Spalt an der Innenseite der Tür stecken können. Der nächsten Kindergeneration könnte diese schmerzhafte Erfahrung erspart bleiben, wenn sich die Innovation durchsetzt.

Was Laudator Wolfram Gerling von der Sparkasse Münsterland Ost über die münsterische QC1 GmbH sagte, ließe sich auch auf alle anderen geehrten Erfinderteams übertragen: „Sie haben mit Ihrer guten Idee die Jury überzeugt – jetzt wünsche ich Ihnen die gleiche Wirkung am Markt und den verdienten wirtschaftlichen Erfolg.“

(Martin Ellerich)


 


 

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