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  • 06.02.2015, 08:38 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Ergebnis der Kundenbefragung

„Prinzipalmarkt kann sich mit der Düsseldorfer Kö messen“

Münsters Prinzipalmarkt spielt in der Einzelhandels-Bundesliga. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Gemeinschaft der Kaufleute vom Prinzipalmarkt. 956 Kunden füllten einen achtseitigen Fragebogen aus, heißt es in einer Pressemitteilung der Kaufleute. „Die Antworten zeigen eindeutig, der Prinzipalmarkt kann sich mit der Düsseldorfer Kö messen“, freut sich Sprecher Nico Osthues.

Die Kaufleute wollten wissen, in welchen Städten Prinzipalmarkt-Kunden mindestens genauso häufig einkaufen wie in Münster. Düsseldorf führt die Liste an. Auf den Rängen danach folgen Dortmund, Berlin, Hamburg, München und Köln. „Etwa die Hälfte der Teilnehmer notierte auf dem Fragebogen teilweise umfassende Anmerkungen – oft Liebeserklärungen an Münster und an den Prinzipalmarkt“, kommentiert Osthues die Resonanz.

Nur ein gutes Drittel der Teilnehmer kommt aus Münster. 20 Prozent sind Münsterländer, der Rest nimmt weitere Wege in Kauf. „Selbst die Prinzipalmarkt-Fans, die mehr als eineinhalb Stunden fahren müssen, kommen zu 21 Prozent mehr als zehn Mal jährlich nach Münster. 38 Prozent kaufen vier bis zu neun Mal pro Jahr am Prinzipalmarkt ein“, erläutert Jörg Heithoff, Geschäftsführer der Heithoff & Companie GmbH, die die Befragung im Auftrag der Kaufleute durchgeführt hat.

Kunden aus Sauerland, Ruhrgebiet und Emsland

„Das unterstreicht die Oberzentralität der Stadt und verdeutlicht: Der Prinzipalmarkt braucht auch die Kunden aus Sauerland, Ruhrgebiet oder Emsland“, kommentiert Nico Osthues.

Mehr als 80 Prozent der Befragten meinten, dass sich das Angebot am Prinzipalmarkt in den vergangenen zehn Jahren verbessert habe, knapp 44 Prozent wünschten sich bessere Parkmöglichkeiten, für knapp 30 Prozent sind laut Umfrage verkaufsoffene Sonntage wichtige Einkaufsimpulse.

Auch das Thema Online-Shopping interessierte die Kaufleute: 51,1 Prozent hat demnach schon einmal Kleidung im Internet geordert. Bei Schuhen waren es 36,6 Prozent, bei Schmuck nur 11,3 Prozent.

Informationsquellen: Beratungsgespräch und Anzeigen in Tageszeitung

Die Kaufleute fragten ab, welche Quellen Kunden zur Information und Inspiration für ihren Einkauf nutzten. 84,6 Prozent halten demnach das Beratungsgespräch im Einzelhandel für wichtig, 40,1 Prozent informierten sich über Anzeigen in Tageszeitungen.

Was die Prinzipalmarkt-Kunden sonst noch so in Münster machen, wenn sie in die Domstadt kommen, fragten die Kaufleute ebenfalls ab: 97 Prozent trinken einen Kaffee, 96 Prozent gehen Essen und fast 94 Prozent machen eine Stippvisite auf dem Wochenmarkt. Auch der Besuch im Museum (78 Prozent), im Konzert oder Theater (57 Prozent) gehört dazu. Von den Kunden mit mehr als 1,5 Stunden Anfahrt buchen mehr als 60 Prozent Hotelübernachtungen. „Gastronomie und Hotellerie profitieren vom Zugpferd Einzelhandel“, stellt der Sprecher der Kaufleute fest.

Kritik und Wunschliste

Ausdrücklich aufgefordert wurden die Befragten auch zu Kritik. Längere Öffnungszeiten, größere Auswahl bei Damengrößen und preiswerte Parkmöglichkeiten führen hier die Wunschliste an. Auf die Frage, welche Angebote am Prinzipalmarkt fehlen, nannten die Teilnehmer individuelle, modische Fashionanbieter oder Strumpfspezialisten. Auch was sie nicht wollen, wissen viele Kunden: „Bloß nicht noch mehr Ketten und Filialisten“. Nostalgiker nutzten ebenfalls die Chance, Herzenswünsche zu äußern. Mehrere notierten: „Café Schucan“.

(WN)


 


 

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