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  • 10.10.2013, 09:22 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Erntebilanz 2013

Guter Ertrag drückt die Preise

Jeder fünfte Bauer in NRW, der Sauen hält, hat in diesem Jahr seinen Job an den Nagel gehängt. Das hat Bauernpräsident Johannes Röring am Mittwoch bei der Vorstellung der Erntebilanz in Münster gesagt.

Einer der Hauptgründe dafür sei eine neue Regel, nach der Sauen in Gruppen gehalten werden müssen. Dafür müssen Landwirte hohe Umbaukosten in Kauf nehmen.

Immerhin sei die Stimmung der Landwirte insgesamt positiv. Die Qualität und die Menge ihrer Getreide- und Rapsernte sei „erfreulich“, wie Röring es formulierte. So schätzt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), dass der durchschnittliche Ertrag bei Getreide in diesem Jahr 11,5 Prozent höher liegt als im Vorjahr. Allerdings drückt die weltweit gute Ernte die Preise in Westfalen. Darum bekommen die Ackerbauern dieses Jahr bis zu 35 Prozent weniger Geld für ihre Feldfrüchte als 2012.

Dazu kommt das Wetter in Deutschland, das laut WLV in diesem Jahr zwar „auf der Seite der Bauern stand, aber trotzdem den Erdbeeren, dem Spargel und den Kartoffeln das Leben schwer gemacht hat. Eine Konsequenz: Kartoffeln werden diese Saison wohl 30 Prozent teurer. Für die Milchbauern war die Saison 2013 dagegen eine gute: Sie bekommen in diesem Jahr 37 Cent für jeden Liter Milch – so viel wie seit Jahren nicht mehr.

Sicher ist für Röring ohnehin nur, dass die Nachfrage nach Lebensmitteln weltweit weiter steigen wird. Dieses Jahr sei es den Bauern gelungen, diesen Bedarf zu decken. Aber: „Wir werden uns anstrengen müssen, dass wird das weiter schaffen.“

(Stefan Werding)


 


 

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