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  • 05.10.2015, 15:14 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Expo Real

Handelsimmobilienreport Münster 2015 - Qualität in allen Lagen

Im Jahr 2004 wurden die Münster Arkaden eröffnet: Ein zentrales, modernes Shoppingcenter, das dem Handelsstandort im Herzen Westfalens die Initialzündung gab und einen intensiven städtebaulichen Prozess in Gang setzte. Aufgrund der maßvoll integrierten Publikumsmagnete hat die City in allen Lagen an Qualität gewonnen – und das Interesse von Investoren und Handelsunternehmen nachhaltig gestärkt.

Die Stadt Münster mit 300.000 Einwohnern, das untermauert der Handelsimmobilienreport 2015 mit Retailerplan, zählt zu den gefragtesten Einkaufsmetropolen Deutschlands. Die Publikation ist am heutigen Montag (5. Oktober 2015) auf der Immobilienfachmesse Expo Real in München vorgestellt worden.

Noch bis vor zehn Jahren spielte sich das Handelsleben in Münster vornehmlich in drei Einkaufsstraßen ab: in der Salzstraße, in der Ludgeristraße und auf dem Prinzipalmarkt. Münsters so genannte „gute Stube“ bietet nach wie vor mit seiner historischen Kulisse und hochwertigen, inhabergeführten Geschäften eine einzigartige Atmosphäre. Doch im Vergleich zu damals besteht die City heute aus einem stark verzweigten Netz von gut bis sehr gut frequentierten Wegen, die bei einem Rundlauf Ambiente, Vielfalt und Erlebnis bieten.

Das Shoppingumfeld setzt sich aus attraktivem Einzelhandel, abwechslungsreicher Gastronomie und erstklassigen Kultureinrichtungen in dem historischen Stadtbild zusammen. Der attraktive und erfolgreiche Mix schlägt sich in der überdurch-schnittlichen Kaufkraft*- (106,5), Zentralitäts*- (131,7) und Umsatzkennziffer* (140,2) nieder. Aufgrund der Marktgegebenheiten bewegen sich die monatlichen Nettokaltmieten in A-Lagen zwischen 80 und 180 Euro/Quadratmeter. In B-Lagen reicht die Spanne von 30 bis 65 Euro/Quadratmeter. Des Weiteren spricht auch die Zunahme an Verkaufsflächen auf 178.249 Quadratmeter eine deutliche Sprache, zumal zusätzliche Flächen in den nächsten Jahren in und um den Neubau des Hauptbahnhofs entstehen werden.

Städtebauliche Planung und Steuerung in Münsters Innenstadt

In Münsters Innenstadt ist es durch städtebauliche Planung und Steuerung gelungen, an mehreren Stellen markante, einladende Gebäudekomplexe zu schaffen, die das Gefüge der guten Handelslagen stärken. Die Ludgeristraße, die Salzstraße und der Prinzipalmarkt bilden immer noch die beliebtesten Lagen des Zentrums. Hohe Anziehungskraft und Aufenthaltsqualität versprechen auch die Münster Arkaden, das Quartier Stubengasse/Hanse Carré als ein wichtiges Bindeglied zwischen Salz- und Ludgeristraße sowie der moderne Komplex Alter Fischmarkt. Das attraktive Ensemble mit Büro-, Handels- und Gastronomieflächen hat sich in kürzester Zeit zur A-Lage entwickelt. An der Ecke zur Rothenburg wurde durch den Umbau des ehemaligen Dresdner-Bank-Gebäudes eine hochwertige Adresse realisiert, die die Anbindung der Königsstraße an Münsters zentrale Top-Lage festigt.

Die genannten Standorte gehören auch in der alljährlichen Frequenzmessung der Wirtschaftsförderung Münster GmbH zu den Publikumstreibern. So erklärt es sich, dass nationale und internationale Handels- und Gastronomieunternehmen insbesondere in den A-Lagen für eine hohe Flächennachfrage sorgen. Aufgrund der geringen Flächenverfügbarkeit in diesen bevorzugten Lagen rücken folglich die B- und C-Standorte auf der Nachfrageseite in den Fokus. Dortige Entwicklungspotenziale können in der City gut genutzt werden und somit das Zusammenspiel verschiedener Lagequalitäten verbessern.

Orientierung will der Handelsimmobilienreport 2015 bieten. Mit Kennzahlen zu Lagequalitäten, Mieten, Frequenzen und Filialisierungsquoten gibt die Wirtschaftsförderung Münster GmbH den Marktakteuren wichtige Indikatoren für die Planungsprozesse an die Hand. Die Erstellung der Publikation erfolgte in Zusammenarbeit mit dem in Münster ansässigen Immobilienberatungsunternehmen SQM Property Consulting.

Durchschnittsmieten in Top-A-Lagen ausgewählter Standorte

Prinzipalmarkt170,00 €/m²
Ludgeristraße140,00 €/m²
Salzstraße110,00 €/m²
Rothenburg100,00 €/m²
Hanse Carré65,00 €/m²
Alter Fischmarkt60,00 €/m²

Statements

Garrelt Duin, Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen:

„Die Handelsmetropole Münster trägt in hohem Maß zur Leistungskraft und Attraktivität des Handels- und Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen bei. Ich bin davon überzeugt, dass die stark wachsende Stadt in unserem Land auch zukünftig einen Eckpfeiler des wirtschaftlichen Erfolgs bilden wird. Der Handelsstandort Münster stellt sich den Herausforderungen des wachsenden Onlinehandels, sichert Arbeitsplätze und generiert Investitionen.“

Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster:

„Der Handel ist das Herzstück unserer historisch gewachsenen Stadt. Alteingesessene Kaufleute genauso wie junge Unternehmen mit kreativen Konzepten sind sich dieser Tradition bewusst und begleiten den Wandel unserer Innenstadt mit hohem Engagement und Mut. Zum Beispiel besteht Konsens darin, dass kostenloses WLAN die Attraktivität unserer Stadt stärkt und mehr Chance als Bedrohung für den Handel bedeutet.“

Münsters Stadtdirektor Hartwig Schultheiß:

Der unverwechselbare Charakter unserer Innenstadt ist das Ergebnis eines hohen, städtebaulichen Qualitätsanspruchs. In den vergangenen 15 Jahren ist es gelungen, Projekte wie die Münster Arkaden, die Stubengasse oder den Alten Fischmarkt sowohl funktional als auch stadtbildprägend zu integrieren. Sie sind die Eckpfeiler für die künftige Erschließung peripherer Lagen. Um das Zentrum herum schlummern weitere Potenziale.“

Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH:

„Münster, einer der Top-Einzelhandelsstandorte in Deutschland, ist aufgrund seiner Struktur auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Die gute Balance von inhabergeführtem Handel und Filialisten prägt den stationären Handel in Münster und stellt ein Gegengewicht zum Online-Geschäft dar. Angesichts der Kombination aus attraktiven Shoppingangeboten und abwechslungsreicher Gastronomie wird mir nicht Bange, dass die Nachfrage nachlässt. Im Gegenteil: Münster wächst und ist wandlungsfähig.“

(WFM)


 


 

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