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  • 06.12.2013, 10:09 Uhr
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  • Münsterland
Fachtagung der Arbeitsagentur

Mit Handicap ins Berufsleben starten

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für die Jugendlichen ein wichtiger Schritt, bei dem sie in der Regel umfassende Unterstützung von Eltern, Lehrern und der Berufsberatung der Arbeitsagentur benötigen.

Im Sinne des Inklusionsgedankens finden sich in den Schulklassen immer häufiger auch behinderte Schülerinnen und Schüler. Für die Lehrerinnen und Lehrer ist es daher wichtig, wie sie Jugendliche mit Handicap beim Weg in den Beruf unterstützen können. Die Agentur für Arbeit Coesfeld informierte hierzu in einer Fachtagung.

Rund 50 Gäste aus den Schulen der Kreise Borken und Coesfeld begrüßte Agenturleiterin Barbara Ossyra zu der Veranstaltung. Sie sieht es als erfreuliche Entwicklung an, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler mit Handicap in den regulären Schulalltag eingebunden werden. „Wir möchten Sie darüber informieren, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, die jungen Erwachsenen mit Handicap auf den Weg ins Berufsleben zu begleiten“, erklärte Ossyra den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Hubert Borgmann, Leiter des Teams für Rehabilitanden und Schwerbehinderte der Agentur für Arbeit Coesfeld, der durch die weitere Veranstaltung führte, war es ganz besonders wichtig, den Lehrerinnen und Lehrern mitzugeben, dass nicht immer der unmittelbare Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung sinnvoll ist: „Die individuelle Situation des Jugendlichen ist entscheidend. Für jeden gilt es festzustellen, ob er oder sie schon reif für eine Ausbildung ist.“ Manchmal sei es besser, zunächst in einer einjährigen berufsvorbereitenden Maßnahme die jungen Menschen gezielt auf das Berufsleben vorzubereiten, berichtete Borgmann. Unterstützung bei der Entscheidung gibt es im Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit.

Unterstützungsangebote der Arbeitsagentur

Die einzelnen Unterstützungsangebote der Arbeitsagentur stellte Borgmann anhand von Fallbeispielen vor. Dabei wurden verschiedene Verläufe einer Förderung bis hin zur späteren Berufstätigkeit skizziert. „Bevor ein Jugendlicher mit Handicap eine Förderung erhält, die speziell für behinderte Menschen konzipiert ist, versuchen wir immer ihn mit nichtbehinderten Jugendlichen in einer allgemeinen Maßnahmen unter zu bringen.“ erklärt Borgmann und ergänzt: „Nur wenn dies aufgrund der Ausprägung der Behinderung nicht möglich ist, wählen wir einen gesonderten Weg.“ Hier gilt es für die Arbeitsagentur, vorrangig möglichst betriebliche Förderwege zu beschreiten. So können Jugendliche mit einer größtmöglichen Praxisnähe ausgebildet werden.

Im Anschluss an die Informationen hatten die Lehrerinnen und Lehrer Gelegenheit mit dem jeweils zuständigen Reha-Berater konkrete Fragen zu besprechen und verschiedene Aspekte zu diskutieren. Die Besucher nutzten dies rege und konnten so viele Tipps und Informationen mit an ihre Schulen nehmen.

(Arbeitsagentur Ahlen-Münster)


 


 

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