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  • 19.06.2015, 10:21 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Fast Forward der WFM

In der digitalen Welt den Dialog suchen - in „Flipper-Kompetenzen“ investieren

Die „Bowling-Ära“, in der das Marketing den Kunden mit einem Schwung erreichte, ist nach Ansicht von Prof. Dr. Thorsten Hennig-Thurau vorbei. „Investieren Sie in Ihre Flipper-Kompetenzen. Im Zeitalter der Digitalisierung stehen Sie im Dialog und müssen auf Meinungen reagieren.“

Bei der Fast Forward-Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Münster GmbH zeigte der Professor von der Universität Münster auf, dass gute Markenführung einem Moderationsprozess unterliegt. Ergänzend stellte Antje Dittrich, Inhaberin des Hamburger Beratungsunternehmens Digital Mentoring, gute Beispiele aus der Praxis vor.

Ob Homepage, soziales Netzwerk oder Produktbewertungsplattform: Jeder Kanal habe seine eigene Wirkungsweise und Nutzerschicht, erklärte Antje Dittrich den knapp 100 Teilnehmenden. Deshalb sei eine passgenaue Bespielung des jeweiligen Mediums notwendig. Beeinflusst werde das Nutzungsverhalten zusätzlich durch mobile Geräte, die den Zugriff auf Informationen auch von unterwegs erlaubten. Der Konsument sei immer und überall „connected“, also an die digitale Welt angebunden.

Trends visuell dargestellt

Für das Marketing stellten sich die Kernfragen nach der Zielgruppe, nach ihrer besten Erreichbarkeit und nach den relevanten Inhalten, die idealerweise zum Dialog führen. In dem Zusammenhang sollte für ein Unternehmen klar sein, so Dittrich, welche Funktion ein Kanal für die Marke erfüllen muss und welche Markenbotschaft transportiert wird. Vermehrt würden Trends heute visuell dargestellt, was eine erhöhte Aufmerksamkeit erzeuge. Zugleich könnten auf den Konsumenten zugeschnittene Bilder zur Identifizierung mit der Marke beitragen. „Nutzen Sie die digitale Chance zum Dialog“, appellierte Dittrich.

Hennig-Thurau nannte den Dialog eine anspruchsvolle Aufgabe: „Die Kunden sind besser informiert und aktiver als je zuvor.“ Ideal sei es, Meinungen aus dem Netz aufzugreifen und sie flexibel zur Interaktion weiterzuentwickeln. Aber Vorsicht, meinte Dr. Christina Willerding, Kundenberaterin der Wirtschaftsförderung Münster GmbH: Ist der Kunde zufrieden, teilt er das mit. Ist er unzufrieden, landet die Kritik – für eine breite Öffentlichkeit gut sichtbar – ebenfalls im Netz.
Von Vorteil ist, wer mit dem Konsumenten „flippern“ kann.

(WFM)


 


 

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