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  • 29.05.2013, 09:27 Uhr
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  • Münster
Feierstunde in Münster

Einweihung der Verkehrsstation mit Ramsauer und Bahr

Am gestrigen Dienstag haben Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Gesundheitsminister Daniel Bahr die sanierte Verkehrsstation des münsterischen Hauptbahnhofs eingeweiht. In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden insgesamt rund 38 Millionen Euro verbaut. Nun wartet Münster noch auf ein neues Empfangsgebäude.

„Toll, dass Sie auch da sind“, sagt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und streckt dem Bundesgesundheitsminister die Hand entgegen. „Sie wissen gar nicht, wie stolz Sie die Münsteraner machen“, entgegnet Daniel Bahr. Fast ein Vierteljahrhundert mussten die darauf warten, bis die Verkehrsstation ihres Hauptbahnhofs endlich saniert ist – offenbar Anlass genug, dass am Dienstag gleich zwei Mitglieder der Merkel-Regierung zur offiziellen Einweihung erscheinen. Nebenbei: Ramsauer ist wegen einer Messe ohnehin in der Stadt – und Bahr lebt hier.

„Ein glücklicher Tag für Münster“, frohlockt Oberbürgermeister Markus Lewe, ein Düsseldorfer Staatssekretär schwärmt gar von einem „sehr guten Tag für NRW“. Mitglieder der CDU-Fraktion überreichen Ramsauer eine Marzipantorte mit einer bittersüßen Botschaft: „Der neue Bahnhof kommt“, lautet die Zuckergussaufschrift – eine Erinnerung an den Verkehrsminister, dass man in Münster noch auf das Empfangsgebäude wartet. Immerhin: André Zeug, Vorstandschef der DB Station und Service AG, gibt später sein „Versprechen“, dass es tatsächlich kommen wird – „Ende 2014, Anfang 2015, wenn alles gut läuft“. Dafür erhält er den stärksten Applaus des Tages.

„Unsere Mitarbeiter sind richtig heiß auf das neue Empfangsgebäude“, sagt Bahnhofsmanager Uwe Lüers. „Wer arbeitet schon gerne in einer Ruine?“ Deutliche Worte – die Ramsauer so nicht teilen mag. „Ach wissen Sie“, sagt der Minister, „so sieht es tausendfach in Deutschland aus.“ Auch für ihn ist mit der Einweihung der Verkehrsstation „nur ein Teil geschafft“. 32 Millionen Euro soll das Empfangsgebäude kosten, zehn Millionen werde der Bund beisteuern, rechnet er vor – dann unterbricht ihn die Lautsprecherdurchsage „Sicherheitshinweis“. „Das ist die gewohnte Art und Weise, mit der man mich zum Schweigen bringt“, sagt Ramsauer.

In Riesenschritten eilt er mit seinem Kabinettskollegen Bahr auf Bahnsteig 14, um das offizielle Einweihungsfoto zu machen. Danach geht es Richtung Limousine. Zurück bleiben 100 Ehrengäste und die Hoffnung, dass in nicht allzu ferner Zukunft erneut eine Einweihungsfeier im Bahnhof stattfinden wird.

Sanierung der Verkehrsstation

Rund 38 Millionen Euro hat die Deutsche Bahn in die Sanierung der Verkehrsstation investiert. In den vergangenen zwei Jahren wurden 16. 550 Quadratmeter Bahnsteigpflaster erneuert, 2,1 Kilometer Bahnsteigkanten neu gesetzt und fast 10.000 Quadratmeter Dach saniert. Der Haupttunnel wurde von 5,60 auf zehn Meter verbreitert. Die Baufirmen bewegten 12.000 Kubikmeter Erde. Daneben wurden Beleuchtung und Lautsprechertechnik modernisiert, und auf die Bahnsteige führen nun auch Rolltreppen und Aufzüge. 58.000 Menschen nutzen den Bahnhof jeden Tag.

(Martin Kalitschke)


 


 

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