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  • 07.06.2013, 09:59 Uhr
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  • Münster
Festredner feiern CeNTech

Zentrum für Nanotechnologie als „Ort der Innovation und Zukunftsgestaltung“

In den zehn Jahren seit seiner Gründung hat es das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) geschafft, zu einem festen Bestandteil der nationalen und internationalen Nano-Szene zu werden.

Dies betonte Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der CeNTech GmbH und der Wirtschaftsförderung Münster, am Donnerstag im Rathausfestsaal, wo mehr als 150 Gäste auf ein Jahrzehnt CeNTech zurückblickten. Alle Redner waren sich einig: Bislang ist das Zentrum eine einzige Erfolgsgeschichte.

„Die Erwartungen wurden nicht nur erreicht, sondern übertroffen“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. Das CeNTech habe sich zu einem „Ort der Innovation und Zukunftsgestaltung“ gemausert. Dr. Walther Pelzer vom NRW-Wissenschaftsministerium bescheinigte der Einrichtung, sehr früh eine Vorreiterrolle in der Nanoforschung übernommen zu haben. Dr. Cornelia Denz, Prorektorin der Universität, sprach gar davon, dass die Hochschule „stolz“ auf das CeNTech sei.

2003, bei seiner Gründung, war die Einrichtung das europaweit erste interdisziplinäre Zentrum für Nanotechnologie. Grundlagenforschung, Patententwicklung, Entwicklung anwendungsfähiger Produkte sowie deren Herstellung und Vertrieb unter einem Dach – dieses Konzept war damals vollkommen neu. Acht Forschungs- und Entwicklungsgruppen arbeiten heute im CeNTech, zudem neun Unternehmen. Schon bald wurde es hier zu eng. Anfang 2013 folgte die Eröffnung des CeNTech II, das die Kapazitäten für 70 Wissenschaftler der Universität noch deutlich erweiterte.

„Erweiterung von Forschungskapazitäten unverzichtbar“

„Bei der zunehmenden Anwendung der Nanotechnologie in vielen Bereichen des Alltags ist die Erweiterung von Forschungskapazitäten unverzichtbar“, so Prof. Dr. Harald Fuchs, Mitbegründer des CeNTech und dessen wissenschaftlicher Leiter. Die Anwendungsmöglichkeiten von Produkten aus der Nanotechnologie sind breit gefächert, so machen sie Windräder effektiver, reduzieren den Energieverbrauch von Autos, verbessern die Qualität künstlicher Hüften und ermöglichen neue Anwendungen in der Medizintechnik – um nur einige Beispiele zu nennen. „Viele Nachwuchsforscher kommen nur nach Münster, weil die Atmosphäre stimmt und weil sie Dinge mitgestalten können“, sagte Fuchs am Donnerstag. Zudem versprach er für die kommenden Jahre weitere innovative Ideen.

Über CeNTech

Das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) basiert auf einer Kooperation zwischen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und der Stadt Münster. Es wurde 2003 als europaweit einmaliges, interdisziplinäres Zentrum für Physiker, Biologen, Chemiker und Mediziner sowie Unternehmen eröffnet, die nanotechnologische Spitzenforschung vorantreiben sollten. Weiteres Ziel war es, technologieorientierte Ausgründungen und Firmen in Münster verstärkt zu fördern.

Am Samstag 8. Juni wird sich das CeNTech im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert – und zwar von 10 bis 16 Uhr an der Heisenbergstraße 11. Neben Führungen durch das Zentrum stehen Vorträge auf dem Programm.

(Martin Kalitschke)


 


 

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