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  • 18.11.2013, 10:36 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Steinfurt
Feuerwehr-Großeinsatz

Spedition entsteht Millionenschaden nach Brand

Auf dem Gelände einer Spedition im Industriegebiet Nord sind am frühen Sonntagmorgen insgesamt 15 Lastwagen ausgebrannt. Die Feuerwehr, die mit fast 100 Einsatzkräften und 22 Fahrzeugen vor Ort war, konnte ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Verwaltungsgebäude verhindern.

Polizei und Feuerwehr gehen von Brandstiftung aus, da das Feuer an zwei unterschiedlichen Stellen fast gleichzeitig ausbrach. Noch während der Löscharbeiten trafen Brandermittler ein. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Gegen 1.30 Uhr war die Feuerwehr zur Daimlerstraße gerufen worden - und löste sofort Vollalarm für alle vier Löschzüge der Stadt und die hauptamtliche Wache aus. Bereits von Weitem waren Rauchsäulen und die Flammen der Brände im Industriegebiet Nord zu sehen.

Per Verkehrsfunk warnte die Polizei Autofahrer auf der nahen Autobahn vor dem Rauch. Dieser zog nach Angaben von Stadtbrandinspektor Johannes Plagemann aber wegen des Windes nicht in Richtung bewohnten Gebietes. Der Feuerwehrchef war einer der ersten vor Ort. Immer wieder waren Explosionen - vermutlich der Kraftstofftanks der Lastwagen - auf dem Firmengelände zu hören. Da die brennenden Fahrzeuge rückwärts an einer Lagerhalle standen, wurden Tore durch die Hitzeentwicklung beschädigt. Der Sachschaden beträgt nach Polizeiangaben mehr als eine Million Euro.

Informationen, nach denen an einem Tank Schnittöffnungen festgestellt wurden und der auslaufende Diesel sich auf dem Gelände verteilte und die benachbarten Fahrzeuge in Brand steckte, wollte die Polizei am Sonntag nicht bestätigen. Die Ermittlungen liefen, hieß es.

Am Sonntag kündigte die Geschäftsleitung der Spedition an, den Betrieb am Montag trotz des Brandes fortzusetzen. Befreundete Unternehmen stellten kurzfristig Fahrzeuge zur Verfügung. Außerdem seien nicht alle Lastwagen verbrannt. "Dank des schnellen und umsichtigen Einsatzes der Feuerwehr Rheine konnten die Flammen eingedämmt und auf die in Brand gesetzten Fahrzeuge beschränkt bleiben, so dass Büro- und Lagerflächen vom Feuer verschont blieben und der Geschäftsbetrieb morgen normal fortgesetzt werden kann. Hierfür danken wir auch herzlich der Kriminalpolizei Rheine für ihre schnelle Unterstützung und nicht zuletzt allen befreundeten Unternehmen, die uns beim kurzfristigen Fahrzeugersatz unterstützen", teilte das Unternehmen mit.

(Redaktion)


 


 

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