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  • 16.02.2015, 10:24 Uhr
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  • Münster / Stuttgart
Finanz-Umfrage

Wenig Interesse an Peer-to-Peer-Krediten und Mobile Payment

Neun von zehn Deutschen können sich nicht vorstellen, über Online-Portale Kredite von Privatpersonen in Anspruch zu nehmen oder selbst ein Darlehen zu vergeben. Nur zwei Prozent nutzen so eine Plattform derzeit, weitere vier Prozent haben sie ausprobiert, aber waren nicht zufrieden. Sieben Prozent können sich die Nutzung zumindest vorstellen.

Auch beim mobilen Bezahlen sind die Bundesbürger aktuell noch zurückhaltend. Nur einer von zehn Bundesbürgern nutzt derzeit solche Lösungen. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Umfrage "Digitale Finanztrends 2015" der CreditPlus Bank AG.

So genannte Peer-to-Peer-Kredite, bei denen Privatpersonen sich untereinander Darlehen gewähren, werden sich vorerst nicht so leicht durchsetzen: 88 Prozent lehnen die Nutzung von Onlineportalen zur Kreditvermittlung von privat zu privat ab. Die Hälfte der Bundesbürger verleiht aus Prinzip weder online noch offline Geld und nimmt auch selbst keinen Kredit von Privatpersonen an. Weitere 25 Prozent vertrauen den vermittelnden Portalbetreibern nicht. Elf Prozent sehen die Vergabe von Darlehen als alleinige Aufgabe einer Bank. "Peer-to-Peer-Kredite sind noch ein Nischengeschäft. Die Mehrheit der Deutschen vertraut beim Thema Ratenkredit den Banken", sagt CreditPlus-Vorstandsvorsitzender Jan W. Wagner.

Vor allem Frauen lehnen privaten Geldverleih ab

Frauen zeigen sich beim Thema "Kredit von privat an privat" besonders skeptisch: 53 Prozent würden sich grundsätzlich kein Geld leihen im Vergleich zu 45 Prozent bei den Männern. Letztere haben im Vergleich zu den Frauen schon etwas häufiger online Geld von Privatpersonen geliehen (7% im Vergleich zu 5%) und können sich das auch eher für die Zukunft vorstellen (8% im Vergleich zu 4%).

Mobiles Bezahlen noch nicht weit verbreitet - Trendwende in Sicht

Mobile Payment ist ebenfalls noch nicht stark verbreitet: Erst jeder Zehnte macht von mobilen Bezahllösungen Gebrauch. Mit 35 Prozent geben die meisten Sicherheitsbedenken als Grund für ihre Zurückhaltung an. 27 Prozent nutzen ihr Smartphone oder Handy generell nicht für Geldgeschäfte, auch nicht für Onlinebanking. Auch hier sind es vor allem Frauen, die skeptisch sind. Weitere 14 Prozent der Bundesbürger hält die Angst ab, über schnelle und einfache mobile Zahlungsmöglichkeiten unüberlegt zu viel Geld auszugeben. Bei der Frage nach den Hinderungsgründen waren Mehrfachnennungen möglich.

Doch anders als beim Kredit von privat an privat ist beim Mobile Payment eine Trendwende in Sicht, denn 23 Prozent können sich das Bezahlen mit dem Smartphone künftig vorstellen. "Mobiles Bezahlen wird sich etablieren, sobald die Verbraucher die Angst vor Sicherheitslücken verlieren und den bewussten Umgang damit lernen. Die Anbieter könnten das unterstützen, indem sie in Sicherheit investieren und mehr Aufklärung leisten", so CreditPlus-Chef Wagner.

Über die Umfrage

Für die repräsentative Bevölkerungsbefragung "Digitale Finanztrends 2015" der CreditPlus Bank AG wurden 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren online befragt. Die Untersuchung wurde Ende 2014 durch das Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführt.

(ots / CreditPlus)


 


 

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