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  • 25.11.2013, 12:02 Uhr
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  • Münster
Finanzieller Rückschlag

Land fordert 3,3 Millionen Euro vom UKM zurück

Das Uniklinikum muss einen finanziellen Rückschlag hinnehmen. Das Unternehmen hat dem Land im Laufe von acht Jahren 3,3 Millionen Euro zurückzuzahlen. Dieser Betrag wird fällig, weil bei der Anschaffung von Großgeräten Richtlinien nicht eingehalten wurden.

Das Universitätsklinikum Münster (UKM), seit wenigen Jahren froh, in den schwarzen Zahlen zu sein, muss einen finanziellen Rückschlag hinnehmen. Das Unternehmen hat dem Land im Laufe von acht Jahren 3,3 Millionen Euro zurückzuzahlen, bestätigte UKM-Sprecherin Dagmar Mangels.

Das Geld wird zurückgefordert, weil nach Darstellung des Landesrechnungshofes im Jahr 2012 bei der Anschaffung von Großgeräten die Förder- und Abrechnungsrichtlinien nicht eingehalten wurden. Auch die anderen Unikliniken in NRW müssen jetzt Rückzahlungen an das Land leisten.

„Die schwarze Zahl in der Bilanz könnte durch die anstehenden Rückzahlungen wackeln“, berichtet Mangels über die Befürchtungen im UKM. Der Steuerzahler habe durch die vom Landesrechnungshof kritisierten Abrechnungsmodalitäten keinen Schaden erlitten, stellte die Sprecherin klar.

Das UKM habe, wie andere Unikliniken auch, nach der Bewilligung beantragter Großgeräte, wie etwa Computertomographen, das Geld nicht in allen Fällen sofort ausgegeben. Wenn technische Neuerungen an den Geräten bereits absehbar waren, habe das Klinikum noch mit der Bestellung gewartet, um eine bessere Ausstattung zu erreichen.

„Solche Vorteile können alle privat betriebenen Krankenhäuser nutzen“, sagt Mangels. Die Universitätskliniken gerieten durch die strengen Abrechnungsmodalitäten ins Hintertreffen. Letztlich werde der Betrieb der Unikliniken für den Steuerzahler teurer.

Das Universitätsklinikum Münster und die anderen NRW-Unikliniken wollen nun gemeinsam mit dem Land und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die Anträge für die Anschaffung von Großgeräten prüft, eine Expertengruppe bilden, um über das künftige Verfahren zu beraten. Die vom Landesrechnungshof kritisierten Anschaffungen liegen nach Auskunft des UKM teilweise bis zu zehn Jahre zurück.

(Karin Völker, WN)


 


 

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