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  • 23.08.2013, 11:00 Uhr
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  • Münster
Flüchtlinge

Stadt Münster bittet Bürgerschaft um Unterstützung

Für Münster wird es immer schwieriger, neu eintreffende Flüchtlinge unterzubringen. Für die nächsten Wochen rechnet die Stadt mit weiteren Zuweisungen. "Um diese zuziehenden Menschen mit Wohnraum zu versorgen, sind wir dringend auch auf Hilfe aus der Bürgerschaft angewiesen, bis neue Übergangseinrichtungen fertig gestellt sind", sagt Sozialamtsleiterin Dagmar Arnkens-Homann.

Sie bittet die Münsteranerinnen und Münsteraner um Unterstützung, sei es durch ehrenamtlichen Einsatz für Flüchtlinge oder durch Vermietung von Wohnraum. Wer helfen kann oder will, wendet sich an das Sozialamt, Tel. 0251.492-50 40.

Wie berichtet, hat das Bundesinnenministerium kürzlich über einen Anstieg der Asylbewerber-Zahlen um 111,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2012 informiert. Dieser Trend macht sich in Münster ebenfalls massiv bemerkbar. Der Stadt wurden von Januar bis Juli 2013 genau 305 Menschen zugewiesen, das sind 118 (63 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In den nächsten Wochen ist mit der Zuweisung weiterer Menschen zu rechnen, zu deren Unterbringung und Betreuung Münster rechtlich verpflichtet ist.

Der Rat der Stadt hat bereits im Februar beschlossen, in Roxel und Wolbeck jeweils eine zusätzliche Einrichtung für Flüchtlinge zu bauen. Angesichts steigender Zuzüge musste schon im Mai eine weitere Einrichtung für Nienberge beschlossen werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen bringt Münster die hilfesuchenden Menschen nicht in großen Massenunterkünften mit allen negativen Begleiterscheinungen unter, sondern nutzt überschaubare, gut integrierte Standorte. Das im parteiübergreifenden Konsens beschlossene Konzept sieht dafür Einrichtungen für jeweils bis zu 50 Menschen in den Stadtteilen vor.

Bis die neuen Einrichtungen fertig gestellt sind, werden Übergangslösungen benötigt. Dazu wurde die Errichtung von Gebäuden in Containerbauweise an drei bestehenden Standorten von Flüchtlingseinrichtungen in Auftrag gegeben.

"Alle aktuell vorhandenen Kapazitäten sind restlos ausgeschöpft", berichtet Dagmar Arnkens-Homann. Das Sozialamt müsse bereits auf Ausweichquartiere zurückgreifen, die an verschiedenen Stellen in der Stadt innerhalb des normalen Wohnungsbestands gewonnen werden konnten. Aber auch Räume in dafür eigentlich nicht vorgesehenen Obdachlosenunterkünften und sogar Hotels müssten bereits in Anspruch genommen werden. "Es handelt sich um Notlösungen, die kaum oder eigentlich überhaupt nicht geeignet sind. Das Sozialamt versucht die Betroffenen auch unter diesen Bedingungen organisatorisch und sozialarbeiterisch so zu begleiten, dass die Ankunft in Münster für die Menschen annehmbar ist und erste Schritte für eine erfolgreiche Integration gelingen."

(Stadt Münster)


 


 

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