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  • 22.06.2015, 14:01 Uhr
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  • Münsterland / Greven
Flughafen-Feuerwehr am FMO

Werksfeuerwehr am Flughafen Münster/Osnabrück soll Betriebsfeuerwehr werden und so Kosten sparen

Der Flughafen Münster/Osnabrück hat bei der Bezirksregierung den Antrag gestellt, seine Werks- in eine Betriebsfeuerwehr umzuwandeln, um Kosten zu sparen. Verwaltung und Politik wurden über den Antrag nicht informiert und sind sauer.

Die Empörung in der nichtöffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses muss recht groß gewesen sein, war zu hören. Bei den Mitgliedern der Verwaltung und auch bei den Politikern. Der Grund: Bürgermeister Peter Vennemeyer berichtete darüber, dass der Flughafen bei der Bezirksregierung beantragt habe, die Werksfeuerwehr des FMO in eine Betriebsfeuerwehr umzuwandeln. „Wir wurden vom FMO nicht über diesen Antrag informiert“, bestätigte Bürgermeister Peter Vennemeyer auf Anfrage und fügte hinzu: „Ich hätte mir da in Sachen Kommunikation schon eine andere Vorgehensweise gewünscht.“

Der Wandel der Werksfeuerwehr in eine Betriebsfeuerwehr hätte zur Folge, dass die Flughafen-Feuerwehr dann nur noch für die Sicherheit des Flugbetriebes zuständig wäre. Für den Brandschutz der Flughafengebäude wäre dann die Feuerwehr der Stadt Greven zuständig – und das wäre im Normalfall mit höheren Kosten für die Stadt verbunden.

Weniger Kosten beim FMO, mehr bei der Stadt Greven

Bei der Flughafen-Feuerwehr sind zur Zeit 25 Männer und Frauen angestellt. Der FMO zahlt pro Jahr für Personal, Fahrzeuge und Betriebskosten 2,5 Millionen Euro. Einen Teil davon möchte der Flughafen einsparen. Diese Einsparungen sind auch im Entschuldungskonzept des Flughafens eingepflegt.

Und diese Einsparungen würde dann wohl die Stadt Greven zahlen müssen. Es sei den, es fänden sich eine andere Möglichkeit. „Wir werden jedenfalls kein Konzept mittragen dass uns finanziell belastet“, findet Vennemeyer klare Worte.

Die Werksfeuerwehr des FMO ist im Brandschutzkonzept im Rahmen der Baugenehmigung für die Flughafengebäude festgelegt. „Da ist jetzt ein Gutachten notwendig, in dem ein neues Brandschutzkonzept erarbeitet wird, dass uns als Stadt nicht finanziell belastet“, so Vennemeyer. Aber momentan gebe es so ein Konzept noch nicht.

Details werden wohl in der kommenden Woche besprochen. Denn dann gibt es ein weiteres Treffen der Verantwortlichen der Stadt Greven und des Flughafens.

(Peter Beckmann, WN)


 


 

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