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  • 06.11.2014, 08:38 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Flughafen Münster/Osnabrück

FMO bekommt zunächst Geld für ein Jahr

Wie nicht anders zu erwarten, lassen die FMO-Gesellschafter ihren finanzi­ell angeschlagenen Flughafen nicht in den roten Zahlen hängen. Anders als vor allem in Kreisen der CDU favorisiert, bekommt der Flughafen Münster/Osnabrück jedoch keine langfristige Finanzzusage, sondern zunächst nur für 2015 ein Gesellschafter-Darlehen in Höhe von 16,8 Millionen Euro.

So wird es der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am kommenden Montag dem Vernehmen nach empfehlend beschließen. Über weitere Hilfen – dabei geht es insgesamt um ein Paket von rund 85 Millionen Euro bis 2025 – entscheiden die Gesellschafter dann von Jahr zu Jahr.

Diese Hürde wollen SPD und Grüne einziehen, da sie nicht pauschal und für mindestens zehn Jahre den Geldhahn öffnen wollen. „Mit Blick auf die Finanzen darf es am FMO kein unreflektiertes ,Weiter so´ geben“, heißt es. Vielmehr wollen SPD und Grüne ihre weiteren Hilfszusagen mit der Forderung nach einer grundsätzlichen Debatte „über das Geschäftsmodell des FMO“ verbinden. Heißt: Es soll beispielsweise ermittelt werden, wie es wirklich um dessen betriebswirtschaftliche Po­tenziale steht.

Da beide Parteien dem FMO für 2015 den geforderten Kredit gewähren wollen, haben sie sich jedoch quasi schon festgelegt. Dass sie in den Folgejahren Nein zu wei­teren Hilfen sagen, erscheint vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich.

Der Flughafen braucht die Unterstützung, um wieder kapitalmarktfähig zu werden. Die Kassenkredite des FMO­ belaufen sich auf rund 100 Millionen Euro, hinzu kommt ein Verlustvortrag in Höhe von 20 Millionen Euro.

(Elmar Ries, WN)


 


 

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