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  • 29.11.2012, 11:56 Uhr
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  • Münsterland
Flughafen-Winterdienst

Der Flughafen Münster/Osnabrück ist optimal auf den Winter vorbereitet

Der Flughafen Münster/Osnabrück hat sich auch in diesem Jahr wieder optimal auf winterliche Temperaturen mit Eis und Schnee vorbereitet. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre wurden in diesem Jahr bereits frühzeitig alle Vorbereitungen für den Wintereinbruch getroffen.

Momentan werden 80.000 Liter Flächenenteisungsmittel für die Start- und Landebahn und Vorfeldflächen sowie 65.000 Liter Flugzeugenteisungsmittel am FMO eingelagert.

Auch alle 19 zum Winterdienst gehörenden Fahrzeuge sind startklar und warten auf ihren Einsatz. Für die Flugzeugenteisung werden so genannte „Elefanten“ eingesetzt. Den Namen haben sie aufgrund des rüsselähnlichen Sprührohres, aus dem das Wasser-Glykol-Gemisch auf die Flugzeuge aufgesprüht wird. Der Flughafen Münster/Osnabrück besitzt derzeit drei Flugzeugenteisungs- Fahrzeuge, wovon jedes ungefähr 700.000 Euro kostet. Eine Flugzeugenteisung dauert nur rund sieben bis zehn Minuten. Der Start der Maschine muss dann unmittelbar erfolgen, damit die Schutzwirkung nicht nachlässt.

Darüber hinaus muss die Start- und Landebahn ebenso wie Straßen auch im Winter in einem Zustand gehalten werden, der eine ausreichende Reibung zwischen den Reifen des Fahrwerks und der Bahnoberfläche gewährleistet. Auf einem Flughafengelände hat die Räumung der Runways deshalb Vorrang vor der Räumung anderer Flächen. Für die Start- und Landebahn am FMO werden ca. 15 bis 20 Minuten benötigt. Auch bei der Enteisung dieser Flächen wird mit einem speziellen Enteisungsmittel gearbeitet, das umweltfreundlich und biologisch abbaubar ist. Dieses Gemisch auf der Basis von Wasser und Kaliumformiat wird mit sog. „Airport-Sprayern“ auf die Runway, die Rollwege sowie alle übrigen Vorfeldflächen aufgebracht. Zwei Spezialfahrzeuge hält der FMO in seinem Fahrzeugpool dafür vor.

Zuvor wird die gesamte Fläche mit Kehrblasgeräten, die an riesige Schneepflüge erinnern und mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von über 40 Kilometern pro Stunde hohe Räumleistungen erzielen, von Schnee und Eis geräumt. Sieben Kehrblasgeräte, davon zwei Neufahrzeuge, kommen in diesem Winter am Flughafen zum Einsatz. Ob und in welcher Form geräumt und/oder gesprüht werden muss, dass ermitteln zwei so genannte „Skiddometer“, die ebenfalls in den Bestand der Winterdienstfahrzeuge gehören. Die Fahrzeuge dienen der Zustandserfassung der Griffigkeit der Start- und Landebahn und fahren auf der Bahn deshalb regelmäßige Kontrollen. So lassen sich der aktuelle Bremswert und der darauf abgestimmte Einsatz der Spezialfahrzeuge besser bestimmen. Insgesamt sind 50 Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste im Winterdiensteinsatz.

(Redaktion)


 


 

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