Weitere Artikel
  • 10.04.2014, 09:19 Uhr
  • |
  • Münsterland
Flugsicherung am FMO

Flughafen Münster/Osnabrück auf lange Sicht ohne Tower?

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) steuert über ihre Lotsen den Flugbetrieb an Flughäfen. Um Kosten zu sparen, will die DFS ihr Personal künftig an größeren Airports konzentrieren und die kleineren quasi fernsteuern. Zu den Flughäfen ohne eigenen Tower könnte langfristig auch der FMO in Greven gehören.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will an kleineren Flughäfen die Tower schließen. Es sei technisch durchaus möglich, dass die Lotsen ihren Aufgaben auch aus der Ferne nachkommen. Das hat der Vorsitzende der DFS, Klaus-Dieter Scheurle, am Mittwoch in Langen bei Frankfurt erklärt.

Langfristig betroffen sein könnte davon auch der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO). Dessen Geschäftsführer Gerd Stöwer bestätigte am Abend die Pläne, betonte aber, dass es sich dabei „um keine aktuelle Entwicklung handelt“.

Wie der DFS-Chef weiter erklärte, sollen die Flughäfen Saarbrücken, Erfurt und Dresden ab 2018 von Leipzig aus geleitet werden. Als Erstes werde der Tower am Airport Saarbrücken geschlossen – voraussichtlich schon im Jahr 2016. Perspektivisch will sich die DFS dann je nach Verkehrsaufkommen von „unten nach oben“ vorarbeiten. In einem ersten Konzept sind laut DFS neben den drei genannten verkehrsärmeren Flughäfen mit nur einer Startbahn auch die Airports Bremen und eben der FMO genannt. „Wir sagen, dass so etwas langfristig durchaus Sinn macht“, sagte Stöwer weiter. Mittelfristig sieht der FMO-Chef für seinen Flughafen jedoch „keine Betroffenheit“.

Die DFS will die notwendige Technik, zu der unter anderem Hochleistungskameras gehören, ab August in Saarbrücken testen.

(Elmar Ries, WN)


 


 

Flughafen
DFS
Tower
FMO
Lotsen
Deutsche Flugsicherung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Flughafen" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: