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  • 07.07.2015, 09:13 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Fördergeld für Firmengründer

NRW fördert Geschäftsideen an Hochschulen

Die Hochschulen in NRW sollen zu Brutstätten für Firmengründer werden. Dafür hat das Land ein 20 Millionen umfassendes Förderprogramm gestartet: Mit bis zu 240.000 Anschubfinanzierung sollen Studierende aus einem Geistesblitz an der Uni eine handfeste Geschäftsidee entwickeln können.

Über 18 Monate würden sie durch die Hochschulen und externe Experten beraten, erklärte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am Montag in Düsseldorf. Im August entscheidet eine Jury über die ersten 14 Bewerbungen.

Zweimal im Jahr sollen Gründer auserkoren werden, wenn sie ihre Idee mit einem Businessplan unterfüttern können. Voraussetzung ist, dass ihr Vorhaben einen Bezug zu Forschung und Lehre hat. Die Regionen um die Hochschulen profitierten von solchen Existenzgründern, betonte Schulze.

Einer, der es über ein früheres Förderprogramm an die Spitze geschafft hat, ist Michael Raß: Zusammen mit zwei Partnern gründete er die Teutoburger Ölmühle mit Sitz in Ibbenbüren, die heute nach seinen Worten 50 Prozent Marktanteil hat. Das vor 15 Jahren notwendige Startkapital von 3,5 Millionen hätten die Firmengründer nur mobilisieren können, weil das Landesprogramm als Türöffner funktionierte. Die neue Initiative biete große Chancen: „Es ist nicht so, dass ein Unternehmen nach 18 Monaten fertig ist. Das ist eine Starthilfe.“

„Mit seiner Industriebasis kann NRW seine Vorteile ausspielen und eine führende Position ausbauen“, erklärte der Paderborner Wirtschaftsprofessor Rüdiger Kabst. Hier werde die Vernetzung von Maschinen oder auch von Autos entwickelt und umgesetzt. Schon jetzt entstünden 73 Prozent aller neuen Jobs bei Gründern.

(Hilmar Riemenschneider, WN)


 


 

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