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  • 15.11.2012, 15:27 Uhr
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  • Münster
Fotografie

Friedrich Hundt brachte die Fotografie nach Westfalen

Der gelernte Knopfmacher Friedrich Hundt gilt als einer der Pioniere der Fotografie. An der Kreuzstraße in Münster betrieb er über Jahrzehnte erfolgreich ein Fotoatelier. Mit seiner Ausstellung von Daguerreotypien im Jahr 1840 begann in Westfalen die Geschichte der Fotografie.

Erst ein Jahr bevor Hundt die ersten Daguerreotypien zeigte, war dieses Fotoverfahren von Louis Jaques Mandé Daguerre erfunden worden, der am 18. November vor 225 Jahren geboren wurde. Die Daguerreotypie war ein Verfahren, mit dem jeweils nur eine Abbildung produziert werden konnte. Diese Unikate erfreuten sich aber gerade darum beim Publikum großer Beliebtheit.

Jeder, der es sich leisten konnte, ließ sich von Hundt in einer Daguerreotypie verewigen. Seine Bilder gehören zu den wichtigsten Zeugnissen der frühen Fotografie in Westfalen. Ihm sind auch die ersten Architekturfotografien von Münster zu verdanken. So fotografierte er 1857 den Prinzipalmarkt oder den Schlossplatz.

Seit Ende der 1840er Jahre begann Friedrich Hundt mit dem Verfahren der Negativ-Positiv-Fotografie auf Papier zu experimentieren und bekam später für eine Papiermontage auf der ersten Weltausstellung in London den ersten Preis für Fotografie verliehen. Als Friedrich Hundt 1887 verstarb, war er nicht nur zu einem stattlichen Vermögen gekommen, sondern auch ein angesehenes Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft Münsters. Seinem Leben und Lebenswerk ist im Stadtmuseum Münster ein eigenes Kabinett gewidmet.

(Redaktion)


 


 

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