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  • 26.02.2015, 09:26 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Frischer Wind für Münster

Bürger können Genossenschafts-Anteile an drei Windenergieanlagen zeichnen

17 Windkraftanlagen gehören aktuell den Stadtwerken Münster. Drei davon sollen in diesem Frühjahr aber den Eigentümer wechseln. Für zwölf Millionen Euro will die vom kommunalen Versorgungsunternehmen angestoßene, neue Bürger-Genossenschaft „Unsere Münster-Energie“ die jungen Stadtwerke-Windräder in Roxel und Amelsbüren übernehmen.

„Wir wollen dem Bürger die Möglichkeit geben, sich an der Energiewende zu beteiligen“, erläutert der kaufmännische Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann das Ziel dieses Unterfangens. Zugleich kann das Unternehmen zurückfließende Gelder in neue Windkraft-Projekte in und um Münster investieren, so der Plan.

Ab Donnerstagmorgen können Bürger Genossenschaftsanteile im Wert von 500 Euro online zeichnen – maximal zehn pro Person. Denn den Kaufpreis für die drei neuen Windenergieanlagen finanziert die Genossenschaft nach Auskunft ihrer ehrenamtlichen Vorstände Manfred Andresen (66) und Dr. Veit Christoph Baecker (48) zu einem Viertel aus Mitgliedschaftsanteilen sowie sogenannten Nachrangdarlehen. Die übrigen neun Millionen Euro laufen über Bank- Darlehen .

Allerdings bleiben Stadtwerke und Genossenschaft auch künftig eng verbunden, wie Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer, erläutert: „Wir sind weiterhin für die technische Betriebsführung der Anlagen verantwortlich.“ Das geschehe von der rund um die Uhr besetzten Leitwarte der Stadtwerke am Hafen aus. Geplant sei überdies, weitere Windturbinen in Münster und Umgebung zu bauen und ebenfalls in Bürgerbeteiligung zu bringen. Zu konkreten Standorten wollte Wernicke aber nichts sagen. Er stellte indes noch einmal klar, dass man sich ausschließlich auf Windenergieprojekte an Land konzentriere.

Die Vorteile des Genossenschaftsmodells betont Vorstand Baecker: Die Mitglieder seien quasi Mitbesitzer dreier Windenergieanlagen. Und: „Die Genossenschaft ist demokratisch organisiert.“ Jedes Mitglied habe unabhängig von der Zahl seiner Anteile nur eine Stimme. Ab dem dritten Jahr sei eine Verzinsung in Höhe von 3,5 Prozent realistisch.

(WN)


 


 

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