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  • 16.12.2013, 09:04 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Fusionspläne

Neuer Anlauf von Bankendienstleister GAD zur Fusion mit Fiducia

Seit sieben Jahren geht es hin und her: Einmal will der münsterische Bankendienstleister GAD mit dem potenziellen Partner Fiducia in Karlsruhe fusionieren – dann wieder nicht. „Jetzt wird ein neuer Anlauf gestartet“, bestätigte am Freitag die GAD-Sprecherin Bettina Kroll.

Somit muss die GAD-Belegschaft wieder zittern. Beim letzten Fusionsversuch, der im Juli 2012 gescheitert war, wurde für das neue Unternehmen eine Einsparung von 800 Stellen geplant. Die GAD beschäftigt in Münster rund 1.700 Mitarbeiter. Bewertungs- und Standortfragen, aber offenbar auch persönliche Differenzen ließen die Verhandlungen im vergangenen Jahr scheitern.

Jetzt wird auf Druck der Eigentümer, sprich der Volks- und Raiffeisenbanken, neu um eine Lösung gerungen. „Ein erster konkreter Verhandlungstermin steht aber noch nicht fest“, betonte Kroll. Ende Januar werde der Aufsichtsrat über das weitere Vorgehen beraten. Ein Zielbild und die Rahmenbedingungen sollen sondiert werden. Kroll: „Eine Einigung mit Fiducia wird noch für 2014 angestrebt.“ Jährliche Einsparungen von 120 Millionen €  sind das Ziel des Zusammenschlusses.

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Mit dem bereits am Vortag gemeldeten Wechsel an der Spitze des GAD-Aufsichtsrats wurde der Weg offenbar für den neuen Fusionsanlauf frei gemacht. Der ausgeschiedene Aufsichtsratschef Wilfried Guttmann (60), der von Jürgen Brinkmann (51) abgelöst wurde, habe der GAD-Sprecherin zufolge darauf bestanden, nicht mehr einen neuen Fusionsanlauf machen zu wollen. Nur ein jüngerer Nachfolger, der auch das neue Unternehmen noch lange begleiten könne, sei für die Gespräche geeignet.

(Jürgen Stilling, WN)


 


 

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