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  • 20.06.2014, 10:13 Uhr
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  • Gronau-Epe / Münsterland
Gasaustritt

Nächtlicher Zwischenfall im Amtsvenn

In der Nacht zum Freitag hat es an der Gaskaverne S 78 – nur rund 200 Meter entfernt von der vermutlich für den Ölaustritt verantwortlichen Ölkaverne S 5 gelegen – offenbar einen Gasaustritt gegeben. Eine Security-Mitarbeiterin wurde dabei leicht verletzt. Zwei weitere waren betroffen, wollten aber keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Der Rettungsdienst wurde nach Informationen der Westfälischen Nachrichten gegen 23.40 Uhr alarmiert. Zuvor soll es an der S 78 (eine Kaverne von EGS) einen rund 30 Sekunden andauernden, vermutlichen Gasaustritt gegeben haben. Das Geräusch sei dem eines Feuerwerks ähnlich gewesen, anschließend habe ein Geruch wie von Pfefferspray in der Luft gelegen. Auch die eingesetzten Rettungskräfte nahmen den Geruch noch in einiger Entfernung wahr und lösten Gefahrstoff-Alarm für beide Löschzüge aus. Die rückten um kurz nach Mitternacht ins Venn ein und richteten am Hof Volmer eine Einsatzleitstelle ein.

Zuvor war bereits die gesamte Sperrzone rund um die S 5 und die Ölaustrittsstellen geräumt worden. Mit einem Spezialfahrzeug erkundete die Wehr anschließend den Gefahrenbereich – die Ergebnisse lagen bis zur Fertigstellung dieses Berichtes um 2.50 Uhr noch nicht alle vor.

Die Kaverne S 78 gehört nicht zu den Kavernen, an denen wegen Problemen Arbeiten durchgeführt werden

Gegen zwei Uhr in der Nacht rückte das Gros der Feuerwehrleute ab, blieb aber an der Feuer- und Rettungswache in einer eigens eingerichteten Einsatzleitung in Bereitschaft. Die Ursache für den Vorfall ist unklar – die Kaverne S 78 gehört nicht zu den Kavernen, an denen im Moment wegen Problemen Arbeiten durchgeführt werden. Die Bezirksregierung Arnsberg (Bergbehörde) und der Kavernenbetreiber wurden noch in der Nacht eingeschaltet und in die Ursachenforschung eingebunden.

Trotz der Verpuffung lösten die eigentlich für diesen Zweck vorgesehenen Sicherungssysteme, die solche Störfälle an die Leitstellen der Betreiber melden, nach ersten Informationen der Westfälischen Nachrichten nicht aus. Dass dieser neue Störfall im Venn den Menschen Sorge bereitet, steht außer Frage. Deutlich wurde das in der Nacht durch verschiedene Äußerungen. „Hier ist was faul im Amtsvenn“, brachte es zu nächtlicher Stunde ein Augenzeuge des Feuerwehreinsatzes auf den Punkt.

(Klaus Wiedau, WN)


 


 

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