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  • 06.03.2017, 13:07 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Gasleitung

Raumordnungsverfahren für geplante Gasleitung "Zeelink 2" abgeschlossen

Unter Federführung der Bezirksregierung Münster ist in Abstimmung mit dem Regionalverband Ruhr und der Bezirksregierung Düsseldorf das Raumordnungsverfahren für die geplante Ferngasleitung "Zeelink 2" durchgeführt und mit einer „Raumordnerischen Beurteilung“ abgeschlossen worden.

Die Raumordnerische Beurteilung setzt sich mit möglichen Konflikten der geplanten Ferngasleitung in Bezug auf verschiedene Schutzgüter, wie Mensch, Natur, Wasser etc. auseinander. Verschiedene Trassenalternativen werden dabei auf ihre Raumverträglichkeit untersucht. Mit Abschluss des Raumordnungsverfahrens wird die bestmögliche Variante bestimmt, die voraussichtlich die geringsten Konflikte auslöst. Beispielsweise wird die Querung von Gewässern, wie beispielsweise der Berkel und ihrer Aue, bewertet. Häufig wird die Raumverträglichkeit an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie etwa die Umgehung eines Naturschutzgebietes oder die Meidung des Mündungsbereiches eines Gewässers. Abschließend wird eine Vorzugstrasse für diese Gasfernleitung vorgeschlagen, die aus Sicht der Raumordnung die geringsten Konflikte erwarten lässt.

Die Raumordnerische Beurteilung mit Begründung kann für die Dauer von fünf Jahren bei den Bezirksregierungen Düsseldorf und Münster, beim Regionalverband Ruhr sowie bei allen betroffenen Kreisen, Städten und Gemeinden eingesehen werden.

Die geplante Gasleitung Zeelink führt von der Station Legden im Kreis Borken zur Station Sankt Hubert auf dem Gebiet der Stadt Kempen im Kreis Viersen (Zeelink 2) und weiter zur Bundesgrenze in Aachen zu der Station Eynatten (Zeelink 1). Zeelink1 und Zeelink 2 sind zwei selbstständige Teilabschnitte, die im Netzentwicklungsplan (NEP) Gas 2015 in den Steckbriefen Nr. 204-02 (Zeelink 1) und Nr. 205-02 (Zeelink 2) begründet sind. Für die beiden Teilabschnitte sind parallel zwei eigenständige Raumordnungsverfahren durchgeführt worden.

Die Gasleitung soll einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit und Leistungsfähigkeit im bundesweiten Nord-Süd-Transport beitragen und insbesondere der erforderlichen Umstellung von niederkalorischen (Low) L-Gas auf hochkalorisches (High) H-Gas dienen. Die rund 113 Kilometer lange Leitung Zeelink 2 führt dabei durch das westliche Münsterland und die Niederrheinische Tiefebene. Die Ferngasleitung hat einen Durchmesser von 1,20 Meter und eine Überdeckung von mindestens einem Meter.

Wegen der überörtlichen Bedeutung des Vorhabens ist ein Raumordnungsverfahren (ROV) mit integrierter Prüfung der Umweltverträglichkeit erforderlich gewesen. In diesem Verfahren ist das Projekt ausschließlich unter raumbedeutsamen Gesichtspunkten und im überörtlichen Maßstab betrachtet worden. Mit einer Raumordnerischen Beurteilung des Projekts und einem Vorschlag für eine Vorzugstrasse ist das Raumordnungsverfahren nun abgeschlossen worden.

In den sich anschließenden Planfeststellungsverfahren erfolgt die Detailplanung der Trasse. Mit einer rechtsverbindlichen Festlegung der Leitungstrasse ist voraussichtlich in 2018 zu rechnen, der Baubeginn ist in 2019 vorgesehen.

Die Unterlagen sowie weitere Informationen sind auf der Homepage der Bezirksregierung Münster unter http://www.bezreg-muenster.de/de/service/bekanntmachungen/verfahren/regionalplanung/ferngasleitung_zeelink2/index.html einsehbar.

(Redaktion)


 


 

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